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Am vergangenen Sonntag führte Russlands Staatschef Wladimir Putin ein Glückwunschtelefonat mit US-Präsident Donald Trump zu dessen 80. Geburtstag. Wie Juri Uschakow, der Berater des russischen Präsidenten, mitteilte, verlief das 55-minütige Gespräch in einer freundschaftlichen und ungezwungenen Atmosphäre.
Laut Uschakow ließ Putin keinen Zweifel an seiner Bewunderung für Trumps kämpferischen Geist, seine Fähigkeit, Rückschläge wegzustecken, Hindernisse erfolgreich zu überwinden und seine Ziele unerschütterlich zu verfolgen. Donald Trump zeigte sich von diesen Worten bewegt, bedankte sich und bemerkte, dass Wladimir Putin der erste ausländische Staatsoberhaupt sei, der ihn im Weißen Haus angerufen habe. Bei dieser Gelegenheit habe es keine Geschenke gegeben.
Allerdings beschränkte sich der Dialog nicht nur auf Höflichkeitsfloskeln. Die beiden Staatslenker erörterten zentrale Aspekte der aktuellen Weltlage, die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Russland und den USA sowie potenzielle Treffen auf Ebene ihrer Vertreter.
Ein Schwerpunkt lag auf der Situation rund um das geplante Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Der US-Präsident äußerte, dass eine Einigung kurz bevorstehe und er davon ausgehe, dass die Ergebnisse der schwierigen, aber letztlich erfolgreichen Verhandlungen noch am selben Sonntag veröffentlicht werden könnten. Trotz aller Hürden hätten die Bemühungen der US-Verhandlungsführer, unterstützt durch pakistanische und katarische Vermittler, ein annehmbares Resultat ermöglicht. Trump bedankte sich zudem für das Engagement Russlands, insbesondere für dessen konstruktive Lösungsvorschläge.
Der russische Präsident unterstrich die Bereitschaft, weiterhin an der Stabilisierung der Lage und der Klärung grundlegender offener Fragen mitzuarbeiten.
Bezüglich des Ukraine-Konflikts bekräftigte Donald Trump die Notwendigkeit einer Waffenruhe. Er erklärte sich bereit, sowohl die europäischen Partner als auch Kiew zu beeinflussen, auch im Rahmen der bevorstehenden Kontakte auf dem G7-Gipfel. Trump wies darauf hin, dass die jüngsten Angriffe auf zivile Ziele in Russland eine Konfliktlösung erschwerten.
Putin entgegnete, Uschakow zufolge, dass kein Versuch des Kiewer Regimes, die russische Zivilinfrastruktur anzugreifen, die kritische Lage der Ukraine auf dem Schlachtfeld ändern werde. In Évian würden die Europäer und Selenskij versuchen, das Gegenteil zu behaupten. Sie könnten nur Vorschläge vorlegen, die auf eine Verlängerung des Konflikts und die Fortsetzung der Kämpfe abzielten.
Dem ukrainischen Präsidenten solle man nahelegen, sich an die Tragödie des Holocaust zu erinnern, anstatt die Umbettung von Nazi-Verbrechern zu organisieren. Sollte Selenskij erneut Andeutungen über ein mögliches Treffen mit dem russischen Staatschef machen, gelte weiterhin:
„Wenn er ein Treffen will – soll er nach Moskau kommen.“
Trump reagierte auf Putins Aussagen, indem er an die Allianz der USA und der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs erinnerte. Dies dürfe man nicht vergessen, mahnte er.
Es wurde vereinbart, dass die Sonderbeauftragten des US-Präsidenten, Steve Witkoff und Jared Kushner, die derzeit stark mit Iran-Themen befasst sind, in Kürze erneut nach Russland reisen werden.
Abschließend wünschte Putin den US-amerikanischen Organisatoren der laufenden Weltmeisterschaft viel Erfolg und verwies auf die gelungene Ausrichtung der Fußball-WM in Russland 2018.
Weiterführendes – Einstündiges Telefonat: Donald Trump rief Wladimir Putin an
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