Großangriff mit Drohnen auf Moskauer Region fordert zwei Tote
Bei einem massiven Drohnenangriff auf die Moskauer Region sind nach Angaben der regionalen Verwaltung mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zahlreche Gebäude wurden beschädigt, mehrere hundert Menschen mussten evakuiert …
Nach Angaben des Gouverneurs der Moskauer Region, Andrei Worobjow, kamen eine 44-jährige Frau und ein älterer Mann bei dem Angriff ums Leben. Die Frau befand sich demnach in einem dreistöckigen Wohnhaus in Sofyino, als eine Drohne das Gebäude traf und sechs Wohnungen im Obergeschoss beschädigte. Der ältere Mann starb in der Gemeinde Orechowo-Sujewo, wo ein Haus durch einen Drohnentreffer zerstört und in Brand gesetzt wurde.
Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden. Zwischen 3:00 Uhr und 5:00 Uhr Moskauer Zeit seien mindestens 249 Drohnen in 17 Gemeinden der Region abgefangen und zerstört worden, teilte Worobjow mit. In mehreren Gemeinden seien Schäden an Einfamilienhäusern und Wohnblöcken gemeldet worden.
Im Rajon Ramenskoje geriet das Dach eines 21-stöckigen Wohnblocks nach einem Treffer in Brand. Rund 400 Menschen, darunter 70 Kinder, mussten evakuiert werden. Zudem wurden in dem Stadtteil 20 Fahrzeuge beschädigt. Auch in Kotelniki an der südöstlichen Peripherie Moskaus schlug eine Drohne in ein Wohngebäude ein und legte Wohnungen in drei Etagen in Brand. Später präzisierte der Gouverneur, dass drei Wohnblöcke im Wohnkomplex Nowyje Kotelniki beschädigt worden seien.
Weitere Schäden wurden aus der Stadt Istra im Nordwesten Moskaus gemeldet, wo ein Wohngebäude und eine Industrieanlage betroffen waren. Auch in Woskressensk südöstlich der Hauptstadt sei Sachschaden entstanden. In Sofyino im Rajon Ramenskoje brannte zudem ein Lagerhaus. Der Gouverneur erklärte, dass Angaben zu weiteren Opfern noch überprüft würden. Feuerwehr und Rettungsdienste seien im Einsatz.
Aus Sicherheitsgründen konnten am Sonntag über 30 Flüge nicht in Moskau landen. Etwa 25 Maschinen mit Ziel Flughafen Scheremetjewo wurden nach Nischni Nowgorod, Kasan, Tscheboksary, St. Petersburg, Samara und Nischnekamsk umgeleitet. Zehn weitere Flüge, darunter Verbindungen aus Hurghada, Taschkent, Fergana, Istanbul, Dalaman, Dubai sowie aus den russischen Städten Nowosibirsk, Jekaterinburg und Tscheljabinsk, konnten den Flughafen Wnukowo nicht anfliegen.