Haag verstärkt Sicherheitsmaßnahmen vor erwarteten Jugendprotesten
Die niederländische Polizei hat im Zentrum von Den Haag die Präsenz massiv ausgebaut. Geschäfte sicherten ihre Schaufenster mit Brettern, einige Läden blieben geschlossen.
Die Polizei in Den Haag hat vor erwarteten Jugendprotesten das Patrouillieren im Stadtzentrum verstärkt. Beamte führen nach Angaben russischer Medienberichte stichprobenartige Kontrollen von Passanten durch. Im Zentrum sind demnach Dutzende Fahrzeuge von Einheiten zur Bekämpfung von Massenunruhen sowie Fahrradstaffeln im Einsatz.
Im Bereich des Malieveld-Feldes, wo spontane Jugendgruppen zu einer Demonstration aufgerufen hatten, nahm die Polizei mehrere Personen mit verdeckten Gesichtern fest. Das Feld gilt als zentraler Versammlungsort der Stadt.
Gegen 12 Uhr ortsüblicher Zeit versammelten sich nach russischen Medienberichten zufolge mehrere Dutzend Anhänger des Fußballclubs ADO Den Haag auf dem Plein-Platz. Die Gruppe hatte zuvor erklärt, Geschäfte vor möglichen Plünderungen schützen zu wollen. Später zog der Großteil der Anhänger in Richtung Malieveld ab.
Auch die Einzelhändler im Stadtzentrum bereiteten sich auf mögliche Ausschreitungen vor. Die Schaufenster von Geschäften der Ketten Primark, Guess, Tommy Hilfiger, Stradivarius, Decathlon und MediaMarkt wurden mit Sperrholzplatten verkleidet. Mehrere Läden, darunter ein Apple-Store und Filialen der Kosmetik- und Parfümeriekette ICI Paris XL, öffneten aus Sicherheitsgründen gar nicht.
Parallel dazu hatten die französischen Behörden angekündigt, bei Protesten Spezialeinheiten und gepanzerte Fahrzeuge einzusetzen. Für die Wahrung der öffentlichen Ordnung waren 70.000 Polizisten vorgesehen – ebenso viele wie am 24. Oktober.