Huthis werfen Saudi-Arabien über 100 Luftangriffe auf Jemen vor
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben Saudi-Arabien eine neue Welle massiver Luftangriffe auf mehrere Regionen Jemens vorgeworfen. Dabei seien erneut zivile Einrichtungen getroffen worden, während die von Saudi-Arabien geführte …
Nach Angaben des Huthi-Sprechers Yahya Saree haben saudische Kampfflugzeuge innerhalb von 24 Stunden 104 Luft- und Raketenangriffe geflogen. Die Angriffe hätten demnach zivile Einrichtungen in der Hauptstadt Sanaa sowie in den Provinzen Amran, Dhamar, Lahij, Marib, Saada, Taiz, Hodeidah und Al Jawf getroffen. Die Gesamtzahl der Angriffe seit Beginn der aktuellen Eskalation sei inzwischen auf 2.281 gestiegen, teilte Saree mit.
Die von den Huthis kontrollierte Nachrichtenagentur SABA berichtete unter Berufung auf das Gesundheitsministerium von Toten und Verletzten bei einem Angriff auf eine Ölanlage in der Nähe von Ras Isa. Demnach kamen bei dem Angriff zwei Menschen ums Leben, zwei weitere wurden verwundet.
Die saudisch geführte Militärkoalition ihrerseits hatte nach Berichten arabischer Fernsehsender Logistikdepots der Huthis in Hodeidah angegriffen. Zudem sei eine Ölanlage westlich von Sanaa zum Ziel geworden. Vor diesem Angriff hatte die Koalition Zivilisten aufgefordert, Gebiete um die Einrichtung zu verlassen.
Die Huthis warnten im Gegenzug vor Vergeltungsschlägen gegen Riad und saudische Einrichtungen. Die gegenseitigen Angriffe verschärfen die ohnehin explosive Lage in der Region weiter. Der Jemen-Konflikt, in dem die von Saudi-Arabien geführte Koalition und die mit dem Iran verbündeten Huthis seit Jahren aufeinandertreffen, hat bereits Hunderttausende Menschenleben gefordert und eine der schwersten humanitären Krisen der Welt ausgelöst.