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Stand 10. October 2026, 13:38 Uhr
International

Indien verhandelt über festgesetzten Tanker mit russischer Besatzung

Die indischen Behörden haben nach eigenen Angaben Maßnahmen eingeleitet, um die Lage auf dem seit Monaten festgesetzten Tanker Unity zu klären. An Bord befinden sich russische Seeleute, deren Verträge weitgehend abgelaufen sind.

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Nach Angaben des indischen Regierungssprechers werden derzeit Schritte unternommen, um die Situation des unter Arrest stehenden Tankers zu regeln. Die indischen Behörden stehen demnach in Kontakt mit der russischen Botschaft in Neu-Delhi. Ein Zeitplan für eine Lösung wurde nicht genannt.

Der Tanker Unity liegt seit dem 11. Mai auf der Reede in etwa zwölf Seemeilen Entfernung zum indischen Hafen Paradip vor Anker. Der Hafen verweigert dem Schiff die Erlaubnis zum Anlegen. Auch die Abmusterung von acht Besatzungsmitgliedern wurde abgelehnt.

Die Seeleute an Bord befinden sich nach Schilderungen von Angehörigen in einer prekären Lage. Es habe Engpässe bei Lebensmitteln und Trinkwasser gegeben, außerdem Probleme mit der Kommunikation und technische Mängel. Die meisten Besatzungsmitglieder seien bereits über ihre Vertragslaufzeiten hinaus im Einsatz oder deren Verträge liefen im September aus. Einige der Seeleute halten sich demnach bereits mehr als zehn Monate auf dem Schiff auf.

Ein Rechtsstreit verzögert die Rückführung der Besatzung. Eine Versicherungsgesellschaft hatte sich am 4. August an ein indisches Gericht gewandt. Nach zwei vorläufigen Verhandlungen und einer Sitzung am 25. August war eine Entscheidung über die Rückkehr der Seeleute noch nicht ergangen.

Die Festsetzung des Tankers in Indien steht im Kontext weiterer Vorfälle mit russischen Schiffen im Ausland. Zuvor war in Norwegen auf Antrag der ukrainischen Seite das russische Forschungsschiff Professor Moltschanow beschlagnahmt worden. Der norwegische Gouverneur hatte den Arrest auf Anordnung des Bezirksgerichts Nord-Troms verfügt. Die ukrainische Firma Naftogaz hatte den Antrag gestellt.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte die Beschlagnahme des Schiffes in Norwegen als Ausdruck staatlichen Terrorismus bezeichnet. Er bezog sich dabei auch auf ukrainische Drohungen, den Luftraum für Russland zu sperren. Teile der Besatzung und Passagiere des Professor Moltschanow kehrten am 8. September nach Russland zurück.

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