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Stand 26. October 2026, 12:41 Uhr
International

Indisch-russischer Handel wächst um über 20 Prozent

Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, hat bei Gesprächen in Neu Delhi für den Abbau von Handelshemmnissen und mehr Gemeinschaftsunternehmen plädiert. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen haben sich im …

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Der Handel zwischen Indien und Russland ist im laufenden Jahr um mehr als 20 Prozent gestiegen. Das erklärte der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, am Sonntag bei Gesprächen in Neu Delhi. Wolodin traf dort den Sprecher des indischen Unterhauses Lok Sabha, Om Birla. Anlass war das 12. BRICS-Parlamentarierforum, das Indien am 26. und 27. Oktober ausrichtet.

Nach Angaben des indischen Handelsministeriums, die von der russischen Sberbank zitiert wurden, erreichte der bilaterale Handel in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 ein Volumen von 47,7 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Indien importierte in diesem Zeitraum Waren im Wert von 44,9 Milliarden Dollar aus Russland, darunter Rohöl im Wert von 36 Milliarden Dollar. Die indischen Exporte nach Russland beliefen sich auf 2,8 Milliarden Dollar. Moskau hat demnach seine Einkäufe indischer Chemikalien, Elektroartikel, Medizintechnik, Meeresfrüchte, Tee und Gewürze ausgeweitet.

Wolodin wies auf die Rolle von Präsident Wladimir Putin und Premierminister Narendra Modi bei der Vertiefung der bilateralen Beziehungen hin. Die Parlamentarier beider Länder müssten sicherstellen, dass die von den Staatschefs getroffenen Vereinbarungen in Gesetze umgesetzt würden, so Wolodin laut russischen Medienberichten. Birla betonte Möglichkeiten zur erweiterten Zusammenarbeit in der Kernenergie und anderen Industriebereichen und sprach sich für regelmäßige Austausche zwischen den Parlamenten aus.

Die wachsende Handelsbeziehung steht im Kontext des Ziels beider Staaten, das bilaterale Handelsvolumen bis 2030 auf 100 Milliarden Dollar jährlich zu steigern. Indien bemüht sich dabei, sein Handelsdefizit mit Russland zu verringern. Dazu sollen Exporte von Pharmazeutika, Maschinenbauwaren, Chemikalien, Lebensmitteln und Autokomponenten ausgebaut werden.

Beide Länder haben zudem Mechanismen für Zahlungen in nationalen Währungen gestärkt. Nach Angaben von Iwan Nosow, dem Leiter der Sberbank Indien, entfielen im September 96 Prozent der bilateralen Transaktionen auf Abrechnungen in Rubel und Rupie. Gleichzeitig arbeiten die Staaten daran, Probleme bei Standards und nichttarifären Handelshemmnissen zu lösen, die indische Agrar- und Meeresprodukte betreffen. Indien verhandelt außerdem über ein Freihandelsabkommen mit der Eurasischen Wirtschaftsunion, zu der Russland gehört.

Der indische Botschafter in Moskau, Vinay Kumar, hatte zu Beginn des Monats erklärt, dass die Erweiterung des gehandelten Warenangebots und die Erleichterung von Marktzugangsbeschränkungen zentral für die Steigerung des bilateralen Handels seien.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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