Iran weist Verbindung zu mutmaßlichem Anschlagsplan auf britische Luftwaffenbasis zurück
Die iranische Botschaft in London hat Berichte über eine angebliche Beteiligung Teherans an einem Terrorverdachtsfall in Großbritannien als unbegründet zurückgewiesen. Fünf Männer waren nach verdächtigen Aktivitäten nahe einer …
Die iranische Botschaft in London hat am Montag jegliche Verbindung zu einem mutmaßlichen Terroranschlagsplan auf eine britische Luftwaffenbasis bestritten. In einer Erklärung auf der Plattform X wies die diplomatische Vertretung "unbegründete und boshafte Spekulationen" zurück, die in britischen Medien und von einzelnen Personen verbreitet worden seien.
Auslöser der Verdachtsmomente war die Festnahme von fünf Männern am Sonntag in der Nähe der RAF Fairford in Gloucestershire im Südwesten Englands. Die Polizei hatte nach einer Meldung über verdächtige Fahrzeuge in der Umgebung der Basis ermittelt. Die Luftwaffenstation beherbergt US-Bomber, die Einsätze gegen den Iran fliegen.
Überraschend wurden alle Verdächtigen jedoch bereits am folgenden Tag gegen Kaution freigelassen. Laurence Taylor, Leiter der britischen nationalen Antiterroreinheit, erklärte, dies sei nach "ausführlichen Verhören und Ermittlungen" erfolgt. Taylor äußerte sich zurückhaltend zu Details, sagte aber, die Ermittler prüften, ob die Tat "von Stellvertretern oder Personen begangen wurde, die wissentlich oder unwissentlich im Auftrag eines ausländischen Staates handelten".
Nach Angaben einer mit den Ermittlungen vertrauten Person prüfen die britischen Behörden demnach verschiedene Szenarien. Dabei werde auch eine mögliche Verwicklung des Iran oder Russlands in Betracht gezogen. Zudem seien nicht näher bezeichnete islamistische Gruppierungen Gegenstand der Untersuchungen.
Die iranische Botschaft bezeichnete die gegen ihr Land gerichteten Spekulationen als "erfundene Behauptungen", die lediglich der "Iranophobie-Propaganda" in Großbritannien Vorschub leisteten. Die diplomatische Vertretung forderte eine sachliche Aufklärung des Falls ohne voreilige Schuldzuweisungen.