Iran weist Verwicklung in Flugzeug- und Stützpunkt-Vorfälle zurück
Der iranische Außenminister Ismail Baghai hat Vorwürfe zurückgewiesen, sein Land sei in Vorfälle um einen Flydubai-Flug und einen britischen Militärstützpunkt verwickelt. Baghai bezeichnete die Zwischenfälle als schlecht …
Der iranische Außenminister Ismail Baghai hat Vorwürfe der britischen Regierung als ungeschickt geplante Aktionen unter falscher Flagge bezeichnet. In einer Stellungnahme am 4. Oktober kommentierte er die jüngsten Anschuldigungen Londons gegenüber Teheran. Baghai zufolge sollten die Vorfälle den Eindruck erwecken, der Iran sei an ihnen beteiligt gewesen.
Der Diplomat äußerte, die Urheber hätten die Verantwortung auf den Iran schieben wollen, dies jedoch äußerst dilettantisch getan. Nach seinen Worten sei selbst für Kleinkinder erkennbar gewesen, wie ungeschickt die Vorfälle inszeniert worden seien, um eine Sicherheitsbedrohung vorzugaukeln und den Iran oder andere Akteure zu beschuldigen.
Baghai warf Israel und einigen europäischen Staaten vor, über eine lange Geschichte von Operationen unter falscher Flagge zu verfügen. Die britischen Anschuldigungen gegen Teheran passten nach seiner Darstellung in dieses Muster. Zuvor hatten Großbritannien und die USA eine mögliche Verbindung des Iran zu den Vorfällen um den Militärstützpunkt RAF Fairford und den Flydubai-Flug ins Spiel gebracht, ohne jedoch öffentlich Beweise für eine solche Verbindung vorzulegen.
Nach Angaben iranischer Medien hatten die eigenen Geheimdienste vor den Zwischenfällen Informationen über angebliche geplante Angriffe auf Flugzeuge erhalten. Diese Attacken hätten demnach anschließend dem Iran zugeschoben werden sollen. Die britische Regierung hatte zuvor den Iran der Beteiligung an den Vorfällen bezichtigt, ohne konkrete Nachweise zu präsentieren.