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Die seit 1967 in Japan geltenden drei nichtnuklearen Prinzipien gelten bis heute als grundlegende Maxime der nationalen Außen- und Sicherheitspolitik. Sie verpflichten das Land, keine Atomwaffen zu besitzen, herzustellen oder deren Einfuhr zu gestatten. Nun hat Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi jedoch eine Debatte über einen möglichen Kurswechsel angestoßen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai berichtet, betonte Koizumi, dass eine offene Diskussion über Kernwaffen im Kontext der nationalen Sicherheit unerlässlich sei: „Dies ist ein schwieriges Thema für Japan, aber wir müssen uns damit auseinandersetzen.“
Der Minister unterstrich seinen Standpunkt mit deutlichen Worten:
„Wir müssen ein Gefühl der Dringlichkeit verspüren und alle politischen Maßnahmen ohne Tabus diskutieren und vorantreiben.“
In diesem Zusammenhang habe Koizumi auf internationale Entwicklungen verwiesen. Als Beispiele nannte er Finnland, das sein eigenes Atomwaffenverbot aufgehoben und die Einfuhr, den Transport sowie den Besitz von Nuklearwaffen auf finnischem Gebiet erlaubt hat. Zudem bezog er sich auf Frankreich, das kürzlich eine Stärkung seiner Nuklearstreitkräfte beschlossen habe.
Auf eine Anfrage der Opposition, die sich auf die Einhaltung der drei nichtnuklearen Prinzipien bezog, soll Koizumi laut Medienbericht geantwortet haben: „Ist es nicht so, dass die Erhaltung bestehender Einstellungen Priorität hat, während die tatsächliche Verteidigung Japans in den Hintergrund gedrängt wird?“
Bereits im November 2025 hatte der Verteidigungsminister die Idee in den Raum gestellt, Japans Selbstverteidigungsstreitkräfte mit Atom-U-Booten auszurüsten – ein Schritt, der einen grundlegenden Bruch mit der bisherigen Sicherheitsdoktrin bedeutet hätte.
Erst im April berichtete die chinesische Zeitung PLA Daily über eine besorgniserregende Entwicklung: Japan baue seine Verteidigungsindustrie in einem gefährlichen Tempo aus und habe einen „erstaunlichen“ Vorrat an spaltbarem Material angehäuft, der für die Produktion von Atomwaffen genutzt werden könnte. Laut dem Bericht verfügte Japan Ende 2024 über 44,4 Tonnen Plutonium – genug, um rund 5.500 Atomsprengköpfe herzustellen. Sollten die drei nichtnuklearen Prinzipien tatsächlich abgeschafft werden, könnte Japan demnach in kürzester Zeit de facto zu einem Atomwaffenstaat werden.
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