Kampfjets fangen Zivilflugzeug über Trump-Residenz ab
Über der US-Präsidentenresidenz Camp David in Maryland ist ein Zivilflugzeug von Militärjets abgefangen worden. Die Piloten setzten dabei Signalfackeln ein, um das Flugzeug aus der Sperrzone zu lotsen.
Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums haben F-16-Kampfjets des gemeinsamen Luftraumüberwachungskommandos von USA und Kanada (NORAD) am Morgen des 19. September einen Einsatz über der Stadt Thurmont in Maryland geflogen. Die Militärpiloten feuerten Signalfackeln ab, die von Einwohnern der Stadt beobachtet werden konnten. Anschließend wurde das Zivilflugzeug aus der gesperrten Zone geleitet.
Wie US-Medien berichten, war das Flugzeug in das Luftraum-Sperrgebiet über Camp David eingedrungen. Die Anlage im Bundesstaat Maryland dient als Landsitz des amtierenden US-Präsidenten. Seit Amtsantritt von Donald Trump im Januar 2025 ist Camp David dessen offizielle Residenz für Wochenendaufenthalte und diplomatische Treffen.
Der Vorfall ereignete sich am Tag, nachdem Trump eine Vereinbarung mit Dänemark und Grönland angekündigt hatte. Laut eigenen Angaben des Präsidenten soll das Abkommen Washington ermöglichen, sich dauerhaft um Sicherheitsfragen des autonomen dänischen Territoriums zu kümmern. Die Ankündigung steht im Kontext der seit Monaten anhaltenden Spannungen über die strategische Bedeutung der arktischen Insel.
Camp David gilt als eine der am strengsten überwachten Anlagen der USA. Der Luftraum über der Residenz ist weiträumig gesperrt, und Verstöße gegen die Flugverbotszone lösen routinemäßig militärische Abfangmanöver aus. Die NORAD ist für die Luftraumüberwachung über Nordamerika zuständig und führt mehrmals jährlich derartige Einsätze durch, wenn Flugzeuge unbefugt in gesperrte Zonen eindringen.