Katar legt Iran Initiativen zur Vermittlung vor
Bei einem Treffen in Doha hat der Emir von Katar mehrere Vorschläge unterbreitet, die nun an den iranischen Präsidenten weitergeleitet werden. Die Gespräche fanden im Rahmen der laufenden Vermittlungsbemühungen zwischen den USA …
Der iranische Innenminister Eskandar Momeni hat sich mit Spitzenpolitikern Katars getroffen. Dabei habe der Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani mehrere Initiativen vorgelegt, wie Momeni nach Angaben einer iranischen Nachrichtenagentur mitteilte. Die Vorschläge sollen bei seiner Rückkehr nach Teheran an Präsident Masoud Pezeshkian übermittelt werden.
Momeni bezeichnete die Gespräche in Doha als fruchtbar und konstruktiv. Beide Seiten hätten Botschaften ausgetauscht und Fragen aufgeworfen, die Pezeshkian hervorgehoben habe. Die vom iranischen Präsidenten angesprochenen Themen seien beim katarischen Emir auf positives Echo gestoßen.
Der iranische Minister war auf offizielle Einladung seines katarischen Amtskollegen nach Doha gereist. Die Reise steht im Kontext der von Katar betriebenen Vermittlungsdiplomatie zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik.
Das katarische Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass Doha die indirekten Gespräche zwischen Washington und Teheran weiterführe. Demnach gebe es einen ununterbrochenen Meinungsaustausch zwischen beiden Seiten. Die laufenden diplomatischen Kontakte verfolgten konkrete Ziele, hieß es weiter.
Katar fungiert seit längerem als Vermittler zwischen dem Iran und den USA. Die indirekte Dialogstruktur ermöglicht es beiden Staaten, die diplomatischen Beziehungen aufrechtzuerhalten, ohne direkte bilaterale Verhandlungen führen zu müssen.