Kreml-Berater prognostiziert starkes Wachstum des globalen LNG-Marktes
Der weltweite Handel mit verflüssigtem Erdgas könnte sich nach Einschätzung des Kremls in den kommenden Jahren deutlich ausweiten. Russland wirbt zugleich für Erdgas als praktischen Energieträger.
Laut Angaben des Kremls könnten die globalen LNG-Exporte in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf 650 Millionen Kubikmeter steigen. Das würde einem Anstieg von fast 50 Prozent gegenüber dem Niveau des Jahres 2025 entsprechen. Diese Prognose äußerte der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, bei einem Pressegespräch.
Uschakow verwies zugleich auf die Bedeutung afrikanischer Staaten in internationalen Energieorganisationen. Diese stellten fast die Hälfte der Mitglieder im Gas Exporting Countries Forum (GECF) sowie in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC).
Russland hatte sich nach Uschakows Darstellung bei der Vorbereitung des GECF-Gipfels dafür eingesetzt, Erdgas als praktischen Kraftstoff zu positionieren. Die Teilnehmer des Forums hätten sich darauf verständigt, Maßnahmen zur Förderung von Erdgas auf den globalen Energiemärkten zu ergreifen. Dabei werde das Gas als bezahlbarer, zuverlässiger, vielseitiger und praktischer Energieträger beworben.
Ausgehend von diesem Verständnis habe Russland die Initiative ergriffen, den achten GECF-Gipfel in Moskau auszurichten, so der Kreml-Berater. Das Forum vereine nach seinen Worten die wichtigsten Produzenten und Lieferanten von Gas und Kraftstoffen.
Der GECF-Gipfel in Moskau steht im Kontext russischer Bemühungen, seine Rolle als führender Energieexporteur zu festigen und alternative Märkte zu erschließen. Die Prognose eines deutlich wachsenden LNG-Marktes dürfte auch für die russische Energiewirtschaft von strategischer Bedeutung sein, da das Land seine Exportkapazitäten für verflüssigtes Erdgas ausbaut.