Kreml: Noch keine Entscheidung über Putins Teilnahme am G20-Gipfel
Die russische Führung hat noch nicht festgelegt, ob Präsident Wladimir Putin persönlich zum G20-Gipfel im US-amerikanischen Miami reisen wird. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, er würde die Teilnahme seines …
Nach Angaben des Kremls steht noch nicht fest, ob der russische Präsident Wladimir Putin am G20-Gipfel im Dezember in Miami teilnehmen wird. Der Pressesprecher des russischen Staatschefs, Dmitri Peskow, teilte einer russischen Nachrichtenagentur mit, dass über eine persönliche Anwesenheit Putins bislang keine Entscheidung getroffen worden sei.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er würde es begrüßen, seinen russischen Amtskollegen bei der Konferenz der führenden Industrie- und Schwellenländer in Florida zu sehen. Trump fügte jedoch hinzu, dass er nicht wisse, ob Putin tatsächlich kommen werde. Die Äußerungen des US-Präsidenten deuten auf ein grundsätzliches Interesse an der Teilnahme des russischen Staatschefs hin.
Auch der russische G20-Sherpa und Chef der Expertenverwaltung des Präsidialamtes, Denis Agafonow, hatte sich zuvor zu dem Thema geäußert. Bei einer Pressekonferenz in der russischen Botschaft in Washington erklärte er, die Entscheidung über Putins Teilnahme werde erst näher an den Termin des Gipfels fallen. Der G20-Gipfel ist für Dezember in Miami vorgesehen.
Die Zurückhaltung bei der Festlegung der Teilnahme könnte mit den komplexen diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten zusammenhängen. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 ist Putin auf internationalen Gipfeln weitgehend isoliert und nimmt an solchen Veranstaltungen nur selten persönlich teil. Eine Reise in die USA würde zudem Sicherheitsfragen und möglicherweise rechtliche Erwägungen aufwerfen.
Der G20-Gipfel in Miami wäre ein hochrangiges Treffen der wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Neben den USA und Russland gehören der Gruppe unter anderem Deutschland, China, Japan, Indien und Brasilien an. Die Teilnahme oder das Fernbleiben Putins würde als diplomatisches Signal gewertet werden und könnte den Verlauf der bilateralen Gespräche auf der Konferenz beeinflussen.