Kreml: US-Delegation hat nach Putin-Treffen besseres Verständnis für Moskau
Nach mehrstündigen Gesprächen zwischen dem russischen Präsidenten und Abgesandten der US-Regierung zeigt sich der Kreml optimistisch. Eine mögliche Dreierkonferenz über den Ukraine-Krieg rückt näher.
Der russische Präsidialberater Juri Uschakow hat nach mehrstündigen Gesprächen zwischen Wladimir Putin und einer US-Delegation eine veränderte Wahrnehmung Washingtons konstatiert. Nach Angaben des Kreml-Vertreters hätten die amerikanischen Gesprächspartner durch das ausführliche Gespräch mit dem russischen Staatschef die Position Moskaus besser nachvollziehen können.
Die Gespräche hatten mehrere Stunden gedauert. Uschakow äußerte sich gegenüber Journalisten zu deren Ergebnis. Über konkrete Inhalte oder Vereinbarungen wurde zunächst nicht berichtet.
Parallel äußerte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die Hoffnung auf ein baldiges Treffen zur Ukraine-Frage. Ein solches Gipfeltreffen könne im Dreierformat mit Vertretern aus Russland, den USA und der Ukraine stattfinden. Die Formulierung "in absehbarer Perspektive" deutet auf eine zeitnahe Möglichkeit hin.
Auch aus US-amerikanischer Seite gibt sich ein enger Vertrauter von Präsident Donald Trump zuversichtlich. Jared Kushner, Schwiegersohn des amerikanischen Präsidenten, habe erklärt, dass Washington aktiv an der Organisation dreiseitiger Verhandlungen arbeite. Kushner gilt als einflussreicher Berater in der Trump-Regierung.
Die jüngsten Kontakte zwischen Moskau und Washington markieren eine Intensivierung des Dialogs seit dem Amtsantritt Trumps. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten unter der Vorgängerregierung weitgehend auf direkte Gespräche mit der russischen Führung verzichtet und stattdessen vorrangig auf Unterstützung der Ukraine gesetzt.