Kreml verweist Frage zu US-Delegationsreise an Washington
Die Reihenfolge der Besuche amerikanischer Sondergesandten in Moskau und Kiew ist nach russischen Angaben allein Sache der US-Verhandlungsführer. Ein Treffen mit Präsident Putin ist für den 5. September geplant.
Der Kreml hat sich zurückhaltend zur Frage geäußert, warum eine Delegation der USA zunächst Moskau und anschließend Kiew besuchen will. Eine entsprechende Anfrage sei an die amerikanische Seite zu richten, teilte der Sprecher des russischen Präsidenten mit. Die Prioritäten der Sondergesandten Washingtons lägen nicht in der Verantwortung Moskaus.
Nach Angaben des Kreml wird Präsident Wladimir Putin am 5. September mit den beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zusammentreffen. Der Besuch der beiden in der russischen Hauptstadt war einen Tag zuvor bekannt geworden. Im Anschluss an das Moskauer Gespräch ist eine Weiterreise nach Kiew vorgesehen.
Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, seine Gesandten würden bei dem Moskau-Besuch Vorschläge für eine friedliche Beilegung der Kampfhandlungen in der Ukraine unterbreiten. Trump äußerte sich zugleich optimistisch über die Aussichten, den Konflikt zu beenden.
Die geplante Reiseroute der US-Delegation wirft die Frage auf, ob Washington bei den Bemühungen um eine Verhandlungslösung eine bestimmte Reihenfolge in der Ansprache der Konfliktparteien verfolgt. Der Kreml ließ dies unkommentiert und verwies die Entscheidung über den Ablauf der Gespräche an die amerikanische Delegation selbst.