Lavrorow gibt Interview an afrikanische Medien vor Russland-Afrika-Gipfel
Der russische Außenminister hat sich vor dem dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau afrikanischen Journalisten vorgestellt. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs steht unter dem Zeichen wirtschaftlicher und …
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat am Dienstag in Moskau ein Interview mit Vertretern afrikanischer Medien geführt. Das Gespräch fand im Rahmen des Russland-Afrika-Medienforums statt, das der dritten Russland-Afrika-Gipfel vorausgeht.
Nach Angaben des Kreml werden vom 28. bis 29. Oktober 22 afrikanische Staatsoberhäupter in der russischen Hauptstadt erwartet. Delegationen aus 48 der 54 afrikanischen Länder haben ihre Teilnahme bestätigt, wie ein Mitarbeiter des Präsidialamtes mitteilte. Der Gipfel wird im Großen Kremlpalast stattfinden und von Russlands Präsident Wladimir Putin sowie dem burundischen Präsidenten Evariste Ndayishimiye gemeinsam geleitet. Ndayishimiye ist derzeit Vorsitzender der Afrikanischen Union.
Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, traf sich am Dienstag mit afrikanischen Medienvertretern und beantwortete deren Fragen. Die Gespräche Lawrows und Sacharowas mit den Journalisten erfolgten unmittelbar vor dem offiziellen Beginn des Gipfels.
Die Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs sollen sich auf wirtschaftliche Zusammenarbeit, Energiefragen, Ernährungssicherheit und Technologie konzentrieren. Für den Abschluss des Treffens ist die Verabschiedung eines Aktionsplans für die Jahre 2027 bis 2029 vorgesehen. Zudem sollen 33 zwischenstaatliche, behördliche und kommerzielle Dokumente unterzeichnet werden.
Der Russland-Afrika-Gipfel findet in einer Phase verstärkter russischer diplomatischer Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent statt. Moskau baut seit Jahren seine Beziehungen zu zahlreichen afrikanischen Staaten aus, unter anderem durch Waffenlieferungen, Bergbauprojekte und die Entsendung von Söldnern der Gruppe Wagner in mehrere Länder. Der bevorstehende Gipfel gilt als Signal für Moskaus Bestrebungen, seinen Einfluss in Afrika weiter zu festigen.