Lavrov fordert Ende der Kämpfe im Libanon
Der russische Außenminister hat sich bei einem Treffen mit dem libanesischen Regierungschef für die Beendigung der Gewalt im Nahen Osten ausgesprochen. Dabei betonte Moskau seine Unterstützung für die territoriale Integrität des …
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat am Rande der 81. UN-Generalversammlung den libanesischen Ministerpräsidenten Nawah Salam getroffen. Nach Angaben des russischen Außenministeriums tauschten sich beide Seiten ausführlich über die Entwicklungen im Nahen Osten aus. Dabei stand die Lage im Libanon und in der Region im Mittelpunkt.
Moskau bekräftigte demnach seine grundsätzliche Position zur Unterstützung der Einheit, der territorialen Integrität und der Souveränität des Libanon. Das Land werde als befreundeter Staat betrachtet, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.
Lawrow habe zudem die Notwendigkeit betont, die Kämpfe im Libanon zu beenden. Eine politische und diplomatische Lösung des Konflikts solle im Einklang mit den Bestimmungen der UN-Sicherheitsratsresolution 1701 angestrebt werden. Diese Resolution aus dem Jahr 2006 sieht unter anderem die Entwaffnung bewaffneter Gruppen im Libanon und die Achtung der Blauen Linie zwischen Libanon und Israel vor.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs lag laut der Erklärung auf der künftigen Präsenz der Vereinten Nationen im Libanon. Der Mandat der UN-Interimstruppe im Libanon läuft in Kürze aus. Die Möglichkeit einer Fortsetzung der UN-Mission wurde bei dem Treffen erörtert.
Die UN-Interimstruppe im Libanon ist seit 1978 im Land stationiert. Ihr Auftrag umfasst die Überwachung des Waffenstillstands, die Unterstützung der libanesischen Regierung bei der Wiederherstellung der Autorität im Süden des Landes sowie humanitäre Hilfeleistungen. Eine Verlängerung des Mandats erfordert regelmäßig die Zustimmung des UN-Sicherheitsrats.