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Stand 27. September 2026, 00:25 Uhr
International

Lavrov wirft Europa Sabotage von Friedensverhandlungen vor

Der russische Außenminister hat bei einer Rede vor den Vereinten Nationen europäische Staaten beschuldigt, die Aussichten auf Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg zu torpedieren. Zugleich bekräftigte er, dass Russland seinen …

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Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat bei einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York europäischen Ländern vorgeworfen, die Aussichten auf Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg zu untergraben. Nach seinen Worten unternähmen europäische Staaten trotz der Erkenntnis über die Aussichtslosigkeit ihrer Bemühungen alles, um eine friedliche Lösung zu verhindern und Verhandlungen zu sabotieren, an denen viele Seiten interessiert seien – darunter auch die US-Regierung.

Lawrow warnte zugleich vor dem Ziel, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen. Ein solches Bestreben werde, wie schon mehrfach in der Vergangenheit, diejenigen selbst in eine strategische Sackgasse führen, die den Krieg anheizten. Die Formulierung zielte offenbar auf westliche Unterstützer der ukrainischen Verteidigung ab.

In seiner Rede bekräftigte der Minister zudem, dass Moskau die sogenannte militärische Sonderoperation bis zu deren Abschluss durchführen werde. Die von Russland gesteckten Ziele würden demnach erreicht, Sicherheitsbedrohungen für das Land beseitigt und das friedliche Leben wiederhergestellt. Russland hatte die Ukraine im Februar 2022 völkerrechtswidrig angegriffen und bezeichnet den Krieg seitdem offiziell als Sonderoperation.

Am Rande der UN-Vollversammlung hatte Lawrow am 26. September eine Begegnung mit seiner deutschen Amtskollegin Annalena Baerbock. Nach russischen Angaben kam das Gespräch auf deutschen Wunsch zustande. Es handelte sich um die erste direkte Zusammenkunft der beiden Außenminister seit Januar 2022, also wenige Wochen vor dem russischen Großangriff auf die Ukraine. Über Inhalte oder Ergebnisse der Unterredung wurden zunächst keine Details bekannt.

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