Lawrow wirbt für breitere Eurasische Partnerschaft
Der russische Außenminister hat die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionalorganisationen in Eurasien gefördert. Dabei hob er die Offenheit des Projekts für neue Mitglieder hervor.
Nach einem Treffen des Außenministerrats der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Turkmenistan hat der russische Außenminister Sergei Lawrow die sogenannte Große Eurasische Partnerschaft beworben. In einer Pressekonferenz in Turkmenbaschi erklärte er, das Projekt stehe allen subregionalen Organisationen sowie einzelnen Staaten offen, die derzeit keiner solchen Organisation angehören.
Lawrow verwies darauf, dass bereits mehrere Organisationen an der Entwicklung wirtschaftlicher und transportpolitischer Kooperation arbeiten. Dazu zählte er die GUS, die Eurasische Wirtschaftsunion, den Golf-Kooperationsrat, die OPEC und die ASEAN auf. Ziel der Großen Eurasischen Partnerschaft sei es, die Beziehungen zwischen diesen Organisationen zu strukturieren.
Nach Angaben des russischen Außenministers sollen die Programme und Projekte der verschiedenen Bündnisse einander ergänzen und eine rationale Arbeitsteilung gewährleisten. Er verwies auf bestehende Abkommen zwischen der GUS, der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit auf Sekretariatsebene. Diese seien ein erster Schritt zur Harmonisierung der Programme. Auch die ASEAN beteilige sich an dieser Arbeit.
Lawrow räumte ein, dass die Koordination der verschiedenen Initiativen aufgrund unterschiedlicher Ansichten und Bewertungen schwierig sei. Die Aufgabe der Diplomatie bestehe jedoch darin, die vielfältigen Vorhaben, die häufig in die gleiche Richtung zielten, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.