Der russische Chefdiplomat Sergei Lawrow hat einen offiziellen Abstecher nach Mosambik unternommen. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti vermeldet, bildet das Land die dritte Etappe seiner Afrika-Reise.
Bereits in den Tagen zuvor hatte der Minister Station in Äthiopien und Niger gemacht. In der mosambikanischen Hauptstadt sind nun Unterredungen mit der politischen Führungsspitze geplant, unter anderem mit Ressortchefin Maria Lucas.
Die Beziehungen zwischen Moskau und Maputo erstrecken sich über diverse Felder. Ein zentraler Pfeiler der bilateralen Kooperation ist die Sicherheitspolitik. Schon beim Besuch von Außenministerin Lucas in Russland im vergangenen Juli unterstrich Lawrow die Absicht, jegliche Ersuchen Mosambiks zur Stärkung seiner Verteidigungskapazitäten genau zu prüfen. Diese Zusage bekräftigte im Mai 2026 der stellvertretende Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Alexander Wenediktow. Er betonte die Bereitschaft, die mosambikanischen Streitkräfte bei der Ausrüstung mit moderner Militärtechnik zu unterstützen.
Energie stellt einen weiteren Schwerpunkt der Zusammenarbeit dar. Das mosambikanische Außenministerium hatte zuvor deutlich gemacht, dass man an einer Beteiligung russischer Firmen an der Erdgasförderung interessiert sei. Staatspräsident Daniel Chapo brachte ins Spiel, dass der Energiekonzern Gazprom und die nationale Kohlenwasserstoffgesellschaft ENH eine Kooperation bei der Umsetzung von Energievorhaben im afrikanischen Staat anstreben könnten.
Voraussichtlich werden die Gesprächspartner auch die Vorbereitungen zum dritten Russland-Afrika-Gipfel thematisieren. Dieses Treffen ist für Oktober in Moskau geplant.
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