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Stand 9. October 2026, 22:25 Uhr
International

Lettland schickt Kampfjets an Grenze zu Belarus

Die lettischen Streitkräfte haben Kampfflugzeuge der NATO-Luftüberwachungsmission über dem Ostteil des Landes in die Luft geschickt. Anlass war eine mögliche Bedrohung im Luftraum nahe der Grenze zu Belarus.

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Die Nationalen Streitkräfte Lettlands gaben in einer Mitteilung auf der Plattform X bekannt, dass die Jets über dem Gebiet des Bezirks Krāslava eingesetzt wurden. Dieser Bezirk liegt im Südosten Lettlands und grenzt direkt an Belarus. Die Entscheidung zur Alarmierung der Kampfflugzeuge fiel demnach aufgrund einer potenziellen Gefährdung des Luftraums.

Später teilten die lettischen Streitkräfte mit, dass die mögliche Bedrohung im Luftraum beseitigt worden sei. Einzelheiten über die Art der gemeldeten Bedrohung oder die Identität möglicher Flugobjekte wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Die eingesetzten Kampfjets gehören zur NATO-Mission zur Überwachung des Luftraums über den baltischen Staaten. Diese Mission wurde eingerichtet, da Lettland, Litauen und Estland über keine eigenen Jagdflugzeuge verfügen. Seit ihrem NATO-Beitritt im Jahr 2004 übernehmen andere Mitgliedstaaten die Luftpolizei über dem Baltikum.

Der Vorfall in Lettland folgt auf eine ähnliche Alarmierung in Polen. Dort waren zuvor Kampfflugzeuge in die Luft geschickt sowie bodengestützte Luftverteidigungs- und Radaraufklärungssysteme in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt worden. Polnische Militärstellen begründeten die Maßnahmen mit angeblicher russischer Aktivität.

Das polnische Kommando betonte, die getroffenen Maßnahmen hätten präventiven Charakter. Sie dienten dem Schutz von Gebieten, die an sogenannte verwundbare Regionen grenzen. Auch in diesem Fall blieben konkrete Angaben zu der gemeldeten Aktivität zunächst unklar.

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