Litauen verstärkt Grenze zu russischem Kaliningrad mit Soldaten
Litauen schickt bis zu 100 Soldaten an die Grenze zum russischen Kaliningrader Gebiet. Die Truppen sollen den Grenzschutz unterstützen.
Der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas hat die Entsendung von bis zu 100 Soldaten an die Grenze zum russischen Kaliningrader Gebiet angekündigt. Die Truppen sollen den Grenzschutzkräften vor Ort zur Seite stehen. Nach Angaben des Ministers werden die Soldaten für die kommenden Wochen an der Grenze stationiert.
Die Entscheidung des Verteidigungsministeriums folgt auf einen Antrag von Innenminister Martynas Katelynas. Dieser hatte um Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze zum Kaliningrader Gebiet gebeten. In seiner Begründung verwies der Innenminister auf die allgemeine Sicherheitslage in der Region.
Katelynas bezeichnete die Truppenverlegung als vorbeugende Maßnahme. Die litauischen Grenzbehörden sollen durch das Militär entlastet werden, um die Kontrolle der Grenze zu Russland zu verbessern.
Das Kaliningrader Gebiet ist eine russische Exklave zwischen Litauen und Polen. Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges haben die Spannungen zwischen Russland und den Nato-Staaten an der Ostflanke deutlich zugenommen. Litauen gehört seit 2004 dem Verteidigungsbündnis an und sieht sich in jüngerer Zeit verstärkt mit sicherheitspolitischen Herausforderungen in der Region konfrontiert.