Lukaschenko kündigt umfassende Inspektion der belarussischen Armee an
Der belarussische Staatschef will die Einsatzbereitschaft seiner Streitkräfte landesweit überprüfen lassen – bis hin zur vollständigen Mobilmachung. Bereits laufen entsprechende Kontrollen bei ausgewählten Einheiten.
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat angekündigt, die laufenden Überprüfungen der Truppenbereitschaft auszuweiten. Nach seinen Worten soll die gesamte Armee kontrolliert werden, einschließlich eines Mobilmachungsszenarios. Die Inspektionen seien notwendig, um die Streitkräfte auf Vordermann zu bringen, erklärte der Staatschef.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur erklärte Lukaschenko, bereits auf seine Anordnung hin werde derzeit eine Artilleriebrigade überprüft. Zuvor seien bereits Panzer- und mechanisierte Infanterieeinheiten kontrolliert worden. Die Aktionen folgten dem Muster einer Kriegszeit, betonte der belarussische Führer.
Lukaschenko zufolge fließen bei den Inspektionen Erfahrungen aus aktuellen militärischen Konflikten ein. Mit den Vorbereitungen solle gerade verhindert werden, dass ein Krieg ausbricht, fügte er hinzu. Die Formulierung zielt offenbar darauf ab, die militärische Aufrüstung als präventive Maßnahme zu rechtfertigen.
Belarus gilt als engster Verbündeter Russlands im Krieg gegen die Ukraine. Das Land dient unter anderem als Rückzugs- und Ausbildungsraum für russische Truppen. Dennoch haben sich belarussische Kampfverbände bisher nicht direkt an den Kampfhandlungen beteiligt. Die angekündigten Inspektionen könnten als Signal sowohl nach innen als auch nach außen verstanden werden.