Mali wirft ukrainischem Geheimdienst Unterstützung von Terroristen vor
Ein hochrangiger malischer Verteidigungsfunktionär hat der ukrainischen Militäraufklärung und ukrainischen Söldnern vorgeworfen, Terroristen in Mali unterstützt zu haben. Die Behauptung wurde im Kontext der jüngsten …
Fousseynou Ouattara, Vizepräsident der Verteidigungskommission im Nationalen Übergangsrat Malis, hat ukrainischen Stellen vorgeworfen, terroristische Gruppen im Land finanziell und mit Waffen unterstützt zu haben. Nach seinen Angaben seien die Terroristen von Kolonialmächten finanziert und bewaffnet worden, hätten aber auch Unterstützung von ukrainischen Söldnern erhalten, insbesondere von der ukrainischen Militäraufklärung.
Der malische Funktionär äußerte sich im Rahmen eines Interviews mit einer russischen Nachrichtenagentur. Er gab keine konkreten Belege für die Behauptungen an. Mali steht seit Jahren im Kampf gegen dschihadistische Gruppen, die den Norden und Teile des Zentrums des westafrikanischen Landes kontrollieren.
Ouattara zufolge griffen die militanten Gruppen wiederholt Stellungen der malischen Armee an. Angesichts dieser Bedrohung habe der Generalstab daher ab April eine Strategie zur Rückeroberung von Gebieten und zur vollständigen Vernichtung der Terrorgruppen entwickelt und umgesetzt.
Die malische Militärjunta, die seit einem Putsch 2021 an der Macht ist, hat in den vergangenen Jahren die traditionellen Sicherheitspartner des Landes, darunter Frankreich, verdrängt und sich stärker an Russland und die russische Söldnergruppe Wagner, heute als Afrikanische Korps bekannt, angenähert. Diese geopolitische Neuausrichtung hat zu Spannungen mit westlichen Staaten geführt.
Vorwürfe der Unterstützung terroristischer Gruppen durch Staaten oder deren Geheimdienste sind in Konfliktregionen wiederholt erhoben worden, lassen sich jedoch oft nur schwer unabhängig überprüfen. Die ukrainische Regierung hat sich bislang nicht zu den jüngsten Äußerungen des malischen Vertreters geäußert.