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Stand 30. September 2026, 11:45 Uhr
International

Manchester City wegen Finanzbetrugs schuldig befunden

Die Premier League hat Manchester City in einem weitreichenden Finanzskandal für schuldig befunden. Dem Fußballclub drohen nun schwere Sanktionen, darunter möglicherweise der Abstieg.

Lesezeit 1 Minute
Manchester City wegen Finanzbetrugs schuldig befunden

Eine unabhängige Kommission der Premier League hat den Fußballclub Manchester City am Dienstag in praktisch allen Anklagepunkten für schuldig befunden. Dem Klub wird vorgeworfen, zwischen 2009 und 2018 gegen die Financial-Fair-Play-Regeln verstoßen zu haben. Die Ermittlungen der Liga liefen seit 2018 und stützten sich auf interne E-Mails, die durch Hacker bekannt geworden waren.

Die Kommission prüfte insgesamt 115 Vorwürfe. Sie stellte fest, dass der Club sogenannte Sham-Verträge mit mehreren Sponsoren abgeschlossen hatte. Die eigentlichen Zahlungen kamen demnach nicht von den offiziellen Partnern, sondern direkt vom Eigentümer Abu Dhabi United Group. Auf diese Weise sollen rund 900 Millionen Pfund an Einnahmen vorgetäuscht worden sein. Konkret wurden 830 Millionen Pfund an kommerziellen Einnahmen falsch ausgewiesen. Zugleich wurden Ausgaben künstlich niedrig gehalten, um die Bilanz besser erscheinen zu lassen.

Mehrere Zeugen des Clubs sollen der Kommission zufolge bewusst falsche Angaben gemacht haben. Auch die Kooperation mit der Liga wurde als unzureichend bewertet. Die Clubführung hatte die Vorwürfe zuvor stets zurückgewiesen und von einer „Verschwörungstheorie“ gesprochen.

Unmittelbar nach Veröffentlichung des Urteils kündigte Manchester City an, in Berufung zu gehen. Eine gesonderte Strafverhandlung steht noch aus. Mögliche Sanktionen reichen von Punktabzug und Transferverboten bis zum Ausschluss aus der Premier League.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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