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Stand 18. October 2026, 12:15 Uhr
International

Massive Proteste in Italien – Zusammenstöße mit Polizei

In mehreren italienischen Städten ist es zu gewaltsamen Protesten gekommen. Demonstranten und Sicherheitskräfte lieferten sich teils heftige Auseinandersetzungen, dabei gab es Dutzende Verletzte und zahlreiche Festnahmen.

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In Mailand und Bologna sind Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten, hohe Steuerlasten, niedrige Löhne und Probleme bei staatlichen Dienstleistungen eskaliert. Nach Angaben von Sicherheitsbehörden wurden bei den Zusammenstößen mindestens 60 Menschen verletzt. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Nach russischen Medienberichten zufolge bewarfen Demonstranten in Mailand Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern. Barrikaden wurden in Brand gesteckt, Schaufenster zerstört. In einem bekannten Einkaufszentrum und auf Straßen der Stadt ereigneten sich Explosionen. Die genaue Ursache der Detonationen blieb zunächst unklar.

Die Behörden nahmen etwa 50 Personen fest, darunter laut Angaben der Polizei zur Hälfte Minderjährige. Weitere 19 Festnahmen erfolgten in Turin und Bologna. Die Demonstrationen richteten sich demnach gegen die wirtschaftliche Belastung der Bürger durch steigende Preise und als unzureichend empfundene staatliche Leistungen.

Die Unruhen in Italien reihen sich in eine Serie europaweiter Proteste ein. Bereits zuvor hatten sich in Frankreich massive Protestwellen breitgemacht. Bei den dortigen Krawallen am 17. Oktober hatten Sicherheitskräfte nach offiziellen Angaben 855 Menschen in Gewahrsam genommen. Auch in Frankreich hatten die Demonstrationen ursprünglich gegen steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Reformen gerichtet gewesen.

Die italienischen Behörden dementierten zunächst keine der verbreiteten Schilderungen zu dem Ausmaß der Gewalt. Über mögliche politische Konsequenzen oder weitere geplante Protestaktionen wurde zunächst nichts bekannt. Die Regierung in Rom äußerte sich öffentlich nicht umgehend zu den Vorfällen.

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