Die japanische Regierung plant für das Haushaltsjahr 2027 einen Verteidigungsetat in Höhe von rund 8,9 Billionen Yen (etwa 48 Milliarden Euro). Das geht aus einem Haushaltsentwurf hervor, der der Nachrichtenagentur Kyodo vorliegt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung moderner Waffensysteme wie Drohnen und Hyperschallraketen, um die militärischen Fähigkeiten des Landes zu erweitern.
Konkret sieht der Entwurf vor, Hyperschallwaffen für den Einsatz auf U-Booten zu entwickeln. Zudem wird geprüft, unbemannte U-Boote mit Langstreckenraketen auszustatten. Ziel ist es, den Selbstverteidigungsstreitkräften zu ermöglichen, Gegenangriffe von schwer ort- und bekämpfbaren Plattformen aus zu starten. Darüber hinaus plant das Verteidigungsministerium, Langstreckendrohnen in Serie zu produzieren, die kostengünstig sind und sich dank ziviler Bauteile schnell und in hoher Stückzahl herstellen lassen.
Der Etatentwurf gliedert sich in drei prioritäre Bereiche:
- “Neue Formen der Verteidigung” – als Antwort auf moderne Kampfmethoden, darunter der Einsatz von Drohnen und Künstlicher Intelligenz,
- “Nachhaltige Reaktionsfähigkeit” – ausgelegt auf langwierige bewaffnete Konflikte,
- “Grundlagen der Verteidigungsfähigkeit” – inklusive des Aufbaus von Rüstungsproduktionsstätten und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen beim Militär.
Erst kürzlich berichtete die australische Zeitung The Canberra Times, dass Japan und Australien Gespräche über mögliche Waffentests Japans in Australien führen. Der australische Verteidigungsminister Richard Marles erklärte, die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, innerhalb der kommenden zehn Jahre eine erweiterte und verbesserte Vereinbarung zu treffen, die Japan die Nutzung von Raketentestgeländen in Australien ermöglicht.
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