Mehrere Verletzte bei Angriff auf Flughafen Riad
Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Huthi-Rebellen beanspruchten den Angriff für sich.
Der Flughafen King Khalid International in Riad ist am 11. Oktober erneut angegriffen worden. Nach Angaben der saudi-arabischen Generalbehörde für Zivilluftfahrt (GACA) wurden bei dem Vorfall mehrere Personen verletzt. Der Schaden wird derzeit ermittelt, zudem laufen Sicherheitsüberprüfungen.
Ein Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition, Turki al-Maliki, teilte zuvor mit, ein nicht identifiziertes Projektil habe das Passagierterminal des Flughafens Riad getroffen und einen Brand verursacht. Nähere Angaben zum Ausmaß der Schäden oder zur Identität der Angreifer machte er zunächst nicht.
Der Sprecher der Huthi-Rebellen, Yahya Saria, erklärte hingegen, seine Gruppe habe den Angriff durchgeführt. Demnach wurden nicht nur der Flughafen in Riad, sondern auch der Flughafen von Dammam sowie Einrichtungen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco angegriffen. Die Rebellenbewegung, die im Bürgerkrieg im Nachbarland Jemen aktiv ist, hat in der Vergangenheit wiederholt Ziele in Saudi-Arabien angegriffen.
Die Huthi-Rebellen werden von Iran unterstützt und kontrollieren große Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Der seit 2014 andauernde Konflikt hat eine schwere humanitäre Krise im ärmsten Land der Arabischen Halbinsel ausgelöst. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition intervenierte 2015 im Bürgerkrieg, um die international anerkannte Regierung zu stützen.
Die jüngsten Angriffe auf zivile Infrastruktur in Saudi-Arabien werfen erneut ein Schlaglicht auf die regionale Spannungslage. Die Huthi hatten in den vergangenen Jahren wiederholt Flughäfen und Ölanlagen des Königreichs ins Visier genommen, was international als Eskalation des Konflikts gewertet wurde.