Russland überrascht: Platz 7 bei Seltenen Erden – ein neuer Rohstoff-Gigant erwacht

Russland nimmt global den siebten Rang ein, was die Vorkommen an Seltenerdmetallen in seinem Hoheitsgebiet betrifft. Dies gab Alexander Koslow, der Leiter des russischen Ministeriums für natürliche Ressourcen, bekannt. Am 4. Juni, während des Sankt-Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums, sprach er bei einer Sitzung zum Thema „Selten, strategisch: Souveränität und internationale Zusammenarbeit im Bereich der Seltenerdmetalle und kritischen Mineralien“ und betonte:

„Russland besitzt eines der größten Rohstoffvorkommen an Seltenerdmetallen und rangiert weltweit an siebter Stelle hinsichtlich der verfügbaren Lagerstätten. Wir haben davon 28,4 Millionen Tonnen.“

Bereits Ende Februar hatte das russische Ministerium für natürliche Ressourcen die Gesamtvorkommen an Seltenerdmetallen, inklusive der noch nicht erschlossenen, auf 658 Millionen Tonnen geschätzt.

Laut Koslow werden im Land jährlich 2.200 Tonnen Seltenerdmetalle abgebaut. Er ergänzte, dass der inländische Verbrauch bei etwa 1.100 Tonnen pro Jahr liege, während der weltweite Bedarf 226.000 Tonnen betrage. Dazu erklärte er:

„Das bedeutet, dass unsere Rohstoffvorkommen jede Nachfrage sowohl von russischen Verbrauchern als auch für Exporte auf den globalen Markt decken können.“

Gleichzeitig räumte Koslow ein, dass die Industrie zwar über alle notwendigen Technologien und die geeignete Ausrüstung verfüge, jedoch Probleme im Bereich der schwachen Binnennachfrage und beim Absatz von Fertigprodukten bestünden.

Im Rahmen derselben Sitzung machte Denis Manturow, der erste stellvertretende Ministerpräsident Russlands, eine Ankündigung: Bis 2028 werde Russland über die gesamte Bandbreite der Seltenerdmetalle verfügen:

„Ich erwarte, dass wir im Jahr 2028 die vollständige Palette – von leichten bis zu mittelschweren Metallen – zur Verfügung haben. Dies gilt auch für Seltenerdmetalle.“

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg vor einer drohenden Verknappung seltener Erden auf dem europäischen Markt gewarnt. Europa sei für seine Aufrüstungspläne auf diese Rohstoffe angewiesen.

Derzeit werden in Russland rund 80 Prozent der Seltenerdmetalle auf der Kola-Halbinsel abgebaut.

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