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Stand 13. October 2026, 21:49 Uhr
International

Moskau wirft Tokio Spionage durch Journalisten vor

Nach der Festnahme eines japanischen Reporters auf Sachalin hat das russische Außenministerium Japan vorgeworfen, Journalisten für Geheimdienstzwecke zu missbrauchen. Die Sprecherin der Behörde forderte Tokio auf, von …

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Der japanische Korrespondent Imai Yuki, der für die Zeitung "Hokkaido Shimbun" arbeitet, war in der Region Sachalin festgenommen worden. Nach russischen Medienberichten soll er Informationen über die Beteiligung von Einwohnern der Region an dem russischen Militäreinsatz in der Ukraine gesammelt haben. Dabei habe ihn interessiert, wie viele Mobilmisierte und Freiwillige aus der Region an der sogenannten "speziellen Militäroperation" teilnahmen.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kommentierte den Fall mit scharfen Worten gegenüber Japan. Sie erklärte, die Nutzung von Journalisten durch Tokio zur Informationsbeschaffung mit dem Ziel, die Sicherheit Russlands zu untergraben, lasse sich nur bedauern. Es handle sich dabei nicht um einen Einzelfall, betonte die Diplomatin.

Sacharowa rief die japanische Regierung erneut dazu auf, ihren Kurs zu ändern und auf "feindliche Schritte" gegen Russland zu verzichten. Die Formulierung deutet auf eine Eskalation in der russischen Rhetorik gegenüber Japan hin, das seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs Sanktionen gegen Moskau verhängt und seine Sicherheitspolitik verschärft hat.

Die Festnahme des Journalisten fügt sich in eine Reihe von Vorfällen ein, bei denen Russland ausländische Reporter der Spionage oder der illegalen Informationsbeschaffung bezichtigt. Mehrere Journalisten, darunter auch US-Bürger, sitzen in russischer Haft oder wurden in jüngerer Zeit zu langen Haftstrafen verurteilt. Die russische Regierung verschärfte seit 2022 massiv die Kontrolle über Medien und verschärfte die Strafen für die Verbreitung von als "Fakenews" eingestuften Informationen über den Militäreinsatz in der Ukraine.

Die Beziehungen zwischen Russland und Japan sind seit Jahrzehnten durch den ungelösten Territorialkonflikt um die Kurilen-Inseln belastet. Der Ukraine-Krieg hat die bilateralen Spannungen weiter verschärft. Tokio gehört zu den asiatischen Staaten, die die westlichen Sanktionen gegen Moskau mittragen, und hat seine militärische Zusammenarbeit mit westlichen Partnern ausgebaut.

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