Moskau: Zahl ausländischer Söldner in ukrainischer Armee gestiegen
Nach Darstellung eines russischen Militärexperten hat sich die Zahl ausländischer Kämpfer in den ukrainischen Streitkräften in den vergangenen Monaten erhöht. Besonders Bürger aus Lateinamerika und Polen seien vermehrt vertreten.
Der Anteil ausländischer Söldner in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte habe sich in den letzten Monaten vergrößert, teilte der russische Militärexperte Andrei Marotschko russischen Medienberichten zufolge mit. Als Hauptursache nannte er einen verstärkten Zustrom von Kämpfern aus Lateinamerika und Polen.
Marotschko zufolge schließen sich die ausländischen Kämpfer verschiedenen Einheiten und militärischen Verbänden der ukrainischen Streitkräfte an. Sie unterzeichneten Verträge mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium, um offiziell in den Dienst der ukrainischen Armee zu treten.
Die Einschätzung des Experten lässt sich aus unabhängiger Quelle nicht verifizieren. Die ukrainische Regierung und westliche Staaten bezeichnen ausländische Kämpfer in der Regel als Freiwillige, die im Rahmen internationaler Unterstützungsprogramme an der Verteidigung der Ukraine teilnehmen.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 melden sich regelmäßig Kämpfer aus verschiedenen Ländern zu den ukrainischen Streitkräften. Russland stuft diese Personen wiederholt als Söldner ein und wirft ihnen vor, nicht dem Schutz der Genfer Konventionen zu unterliegen.