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Stand 1. November 2026, 22:08 Uhr
International

Netanjahu soll Trump zu Militärschlag gegen Iran gedrängt haben

Der israelische Premierminister hat dem US-Präsidenten demnach nahegelegt, nach den Kongresswahlen militärisch gegen den Iran vorzugehen. Trump soll jedoch an diplomatischen Lösungen festhalten.

Lesezeit 1 Minute

Dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu wird nachgesagt, er habe US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zu einem Militärschlag gegen Iran unmittelbar nach den Zwischenwahlen zum amerikanischen Kongress gedrängt. Das berichten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen aus Israel und den Vereinigten Staaten. Trump habe sich dem Vernehmen nach jedoch für die Fortsetzung des diplomatischen Dialogs mit Teheran ausgesprochen.

Die beiden Staatschefs sollen ein offenes Gespräch geführt haben, in dem sie sowohl den aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran als auch mögliche Zeitpunkte für eine Wiederaufnahme militärischer Operationen erörterten. Netanjahu habe auf seinen amerikanischen Kollegen Druck ausgeübt und einen Angriff auf den Iran gefordert. Trumps Vorbehalten gegenüber einer militärischen Lösung sorgen dem Bericht zufolge für Unruhe in der israelischen Regierung.

Die Einschätzung des Gesprächs fällt bei den Beteiligten unterschiedlich aus. Ein israelischer Gesprächspartner bezeichnete das Telefonat als "hart", während eine amerikanische Quelle die Kommunikation als "direkt" charakterisierte.

Zuvor hatte Trump die Möglichkeit eines Angriffs auf eine mutmaßliche iranische Nuklearanlage in der Nähe des Berges Kolang-Gaz-La ins Gespräch gebracht. Der US-Präsident erklärte, die Vereinigten Staaten hätten nahezu die gesamte Bewaffnung der Islamischen Republik sowie einen Großteil der Produktionsstätten zerstört.

Unterdessen hat sich Russland als Vermittler zwischen den Vereinigten Staaten und Iran angeboten. Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, äußerte die Bereitschaft Moskaus, bei einer Beilegung des Konflikts zu vermitteln.

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