Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan äußerte sich während eines gemeinsamen Auftritts mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu den Beziehungen zwischen seiner Hauptstadt und Moskau. Dabei betonte er: “Wir haben nie angestrebt, eine Eskalation zwischen Armenien und der Russischen Föderation herbeizuführen – das tun wir nicht und werden es auch künftig nicht tun.”
Er fügte hinzu:
“Wir handeln im Sinne unseres Landes.”
Der Premier stellte klar, dass Jerewan die Interessen keines Partners außer Acht lasse, aber nicht bereit sei, diese über die Belange Armeniens zu stellen. Zudem bestätigte Paschinjan, dass das Telefonat mit dem russischen Premier Michail Mischustin am letzten Mittwoch auf seinen Wunsch zustande kam. Beide Seiten hätten vereinbart, die erörterten Themen später detaillierter zu besprechen.
Wie zuvor aus dem Pressedienst der russischen Regierung verlautete, tauschten sich die Ministerpräsidenten über aktuelle Aspekte der Kooperation in Handel, Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie sowie kulturellen und humanitären Bereichen aus.
Ursula von der Leyen traf am gestrigen Donnerstag zu einem Arbeitsbesuch in Armenien ein. Armenischen Medienberichten zufolge wurde sie am Flughafen der Hauptstadt Jerewan von Vize-Premierminister Mger Grigorjan begrüßt.
Die EU-Kommissionspräsidentin kam aus Baku, wo sie am Mittwoch Gespräche mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew geführt hatte.
Von der Leyen gab bekannt, dass die EU im Rahmen des Global-Gateway-Programms 200 Millionen Euro an Fördermitteln für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Südkaukasus zur Verfügung stellen werde.
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