Das US-Verteidigungsministerium hat eine Prüfung der Truppenstationierung in Europa eingeleitet. Dies gab der stellvertretende Unterstaatssekretär für Verteidigungspolitik, Elbridge Colby, bekannt.
Colby betonte, dass die Entsendung amerikanischer Soldaten in die europäischen Staaten mit den nationalen Sicherheits- und Verteidigungsstrategien der USA im Einklang stehen müsse. Auf der Plattform X schrieb er:
“Dies wird eine umfassende Überprüfung sein, die darauf abzielt, dass die NATO sich zügig und endgültig darauf ausrichtet, Europa die Hauptverantwortung für seine eigene konventionelle Verteidigung zu übertragen.”
Weiter führte Colby aus, das Pentagon werde basierend auf den Ergebnissen Handlungsmöglichkeiten entwickeln, die strategische, geopolitische und militärische Gesichtspunkte berücksichtigen.
Wie die Wall Street Journal berichtet, hatte Verteidigungsminister Hegseth bereits im Juni vor den NATO-Verteidigungsministern eine Reduzierung der US-Truppen in der EU ankündigen wollen – doch das Weiße Haus soll diesen Vorstoß nicht unterstützt haben. Letztlich erklärte er lediglich, dass die Truppenstationierung überprüft werde.
In jüngster Zeit mehrt sich die Kritik der USA an der NATO, und die Zukunft des Bündnisses wird zunehmend infrage gestellt. US-Präsident Donald forderte die europäischen Länder mehrfach auf, ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Sogar einen Austritt aus dem Bündnis schloss er nicht aus. Verschärft wurde die Situation unter anderem durch den Nahost-Konflikt: Mehrere Verbündete hatten sich strikt geweigert, Washington bei seinen Operationen gegen Teheran zu unterstützen.
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