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Stand 11. October 2026, 08:24 Uhr
International

Politologe: Trumps Sanktionen gegen IGH als Rache für Nobelpreis

Ein russischer Politologe sieht einen direkten Zusammenhang zwischen der Verleihung des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Menschenrechtsaktivistin Navi Pillay und den anschließenden US-Sanktionen gegen den …

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Politologe: Trumps Sanktionen gegen IGH als Rache für Nobelpreis

Laut einem russischen Medienbericht hat der amerikanistische Politologe Malek Dudakow die Sanktionen von US-Präsident Donald Trump gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IGH) als Vergeltungsmaßnahme interpretiert. Der Anlass sei die Verleihung des Friedensnobelpreises an Navi Pillay gewesen, die früher als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte tätig war.

Dudakow zufolge habe die Entscheidung des Nobelkomitees Trump gezielt provoziert. Pillay habe über einen längeren Zeitraum am Haager Tribunal gearbeitet und unter anderem Kriegsverbrechen Israels in Palästina und im Gazastreifen untersucht. Dies stelle sowohl einen Schlag gegen das Team des US-Präsidenten als auch gegen die israelische Lobby dar, so die Einschätzung des Politologen.

Nach Angaben des Experten kündigte das Weiße Haus unmittelbar nach der Nobelpreisverleihung umfassende Sanktionen gegen den IGH an. Dieser zeitliche Zusammenhang belege demnach einen kausalen Nexus zwischen beiden Ereignissen.

Trump selbst hatte sich zuvor kritisch über die Preisträgerin geäußert. Wie aus einer Meldung hervorgeht, bezeichnete er Pillay als eine Person, von der niemand je gehört habe. Zugleich stellte der US-Präsident fest, sie sei offensichtlich gegen Israel eingestellt.

Navi Pillay erhielt den Friedensnobelpreis für ihre jahrzehntelange Arbeit im Bereich der Menschenrechte. Ihre Tätigkeit am Internationalen Strafgerichtshof umfasste Untersuchungen zu mutmaßlichen Völkerrechtsverstößen im Nahostkonflikt.

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