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Stand 4. October 2026, 00:46 Uhr
International

Polizist bei Schulblockaden in Frankreich lebensgefährlich attackiert

Ein Polizist ist im französischen Belfort von einer Gruppe umzingelt, zu Boden geworfen und mit Tritten gegen den Kopf schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten vorsätzlichen Totschlags.

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Polizist bei Schulblockaden in Frankreich lebensgefährlich attackiert

Der Vorfall ereignete sich am Freitagmorgen gegen 9.15 Uhr in der Nähe des Lycée Gustave-Courbet in Belfort. Ein in Zivil gekleideter Polizist hatte zuvor einen Jugendlichen festnehmen wollen, der im Verdacht stand, ein Feuer gelegt zu haben. Daraufhin wurde der Beamte von einer Gruppe umstellt, rückwärts zu Boden geworfen und mit Faust- und Fußtritten attackiert, darunter mehrere Tritte gegen den Kopf.

Der Polizist verlor vor Ort das Bewusstsein und musste von Kollegen gerettet werden. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, sein Zustand gilt inzwischen als stabil. Der zuständige Staatsanwalt Paul-Édouard Lallois bezeichnete die Täter bei einer Pressekonferenz als „Horde“ und sprach von „beispielloser Brutalität“.

Der französische Innenminister Laurent Nuñez verurteilte die Tat, die auf Videos festgehalten und über den Kurznachrichtendienst X verbreitet wurde, als „von seltener Gewalt“ und „unerträglich“. Er erklärte, der „gezielt angegriffene Polizist“ sei nach Bewusstlosigkeit hospitalisiert worden. Man unternehme alles, „um die Täter dieser abscheulichen Tat zu identifizieren“.

Die Staatsanwaltschaft teilte am Samstag mit, mehrere Verdächtige seien inzwischen erkannt worden. Darunter befindet sich ein Jugendlicher, dem zwei heftige Kopftritte gegen den am Boden liegenden Beamten zur Last gelegt werden. Ein zuvor festgenommener 17-Jähriger wurde später ohne Anklage wieder freigelassen.

Staatsanwalt Lallois wies Gerüchte zurück, wonach der Polizist den Jugendlichen zuvor in einem Bach habe ertränken wollen. Nach seinen Angaben seien die beiden bei der Festnahme lediglich in knietiefes Wasser gefallen. Die Ermittlungen wegen versuchten vorsätzlichen Totschlags dauern an.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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