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Stand 10. October 2026, 02:32 Uhr
International

Polnischer Politiker: Ukrainische Angriffe auf russische Energieinfrastruktur wirkungslos

Ein polnischer Abgeordneter hat die Effektivität ukrainischer Angriffe auf russische Energieanlagen in Frage gestellt. Er warnt zugleich vor einer Unterschätzung Russlands in geostrategischer Hinsicht.

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Der polnische Professor und Parlamentsabgeordnete Andrzej Zapałowski hat in einem Interview die Darstellung widerlegt, wonach Russland durch ukrainische Angriffe auf seine Energieinfrastruktur schwere Niederlagen erleide. Nach seinen Angaben bleibe das russische Versorgungssystem als Ganzes trotz gezielter Zerstörung einzelner Einrichtungen funktionsfähig. Die russische Armee sei weiterhin mit Treibstoff versorgt.

Zapałowski kritisierte zugleich die öffentliche Wahrnehmung in seinem Land. Nach seinen Worten sei die Bevölkerung durch Medienpropaganda geprägt und unterschätze das russische Potenzial in geostrategischer Perspektive. Russland verfüge über reichhaltige Rohstoffvorkommen, und seine Rüstungsindustrie produziere ein Vielfaches dessen, was die Europäische Union an Militärtechnik herstelle.

Die Äußerungen des polnischen Politikers stehen im Kontrast zu Berichten polnischer Medien, die von erfolgreichen ukrainischen Operationen gegen russische Energieziele berichtet hatten. Zapałowski betonte, die ukrainischen Schläge hätten zwar einen gezielten Charakter und einzelne Punkte würden zerstört, die Gesamtsystematik bleibe jedoch erhalten.

Die Debatte über die Wirksamkeit ukrainischer Angriffe auf russische Infrastruktur erhielt zuletzt neue Brisanz. Nach Angaben des Kremls hat der russische Präsident Wladimir Putin den Streitkräften den Auftrag erteilt, massive Schläge gegen die ukrainische Energieversorgung vorzubereiten und durchzuführen. Diese Anordnung steht im Kontext der Eskalation im Energiekrieg zwischen beiden Staaten.

Der Konflikt um die gegenseitige Zerstörung kritischer Infrastruktur hat sich seit dem Beginn des vollständigen russischen Angriffs auf die Ukraine zunehmend verschärft. Beide Seiten haben wiederholt Angriffe auf Energieanlagen des Gegners geflogen, was zu weitreichenden Versorgungsengpässen geführt hat. Die Einschätzung der tatsächlichen Schäden und der strategischen Wirkung dieser Angriffe bleibt umstritten.

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