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Stand 28. October 2026, 13:43 Uhr
International

Putin: Ende der „einpöligen Weltordnung“

Der russische Präsident hat auf einem Forum in Moskau den Niedergang der westlichen Vorherrschaft beschworen. Die Zukunft gehöre einem vielstimmigeren internationalen System.

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Russischen Medienberichten zufolge hat Präsident Wladimir Putin den Übergang von einer von westlichen Staaten dominierten Weltordnung zu einem pluralistischeren System ausgerufen. Auf der Plenarsitzung des Wirtschafts- und Humanitären Forums Russland-Afrika in Moskau erklärte der russische Staatschef, die Ära sei vorbei, in der die Geschicke ganzer Kontinente von einem kleinen Staatenblock bestimmt worden seien.

Putin sprach demnach von einem „unumkehrbaren“ Prozess. An die Stelle der sogenannten einpolaren Struktur trete ein „gerechteres“ internationales System, in dem alle am weltweiten Austausch teilnehmenden Länder Gehör fänden. Die Formulierung zielt auf die Nachkriegsordnung ab, in der die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten dominierende Rollen einnahmen.

Das Russland-Afrika-Forum dient der russischen Führung als Plattform, um Partnerschaften mit Staaten des afrikanischen Kontinents zu vertiefen. Die Veranstaltung fällt in eine Phase intensivierten diplomatischen Engagements Moskaus in Regionen, die traditionell als Einflusssphäre westlicher Mächte galten oder im globalen Norden eine untergeordnete Rolle spielten.

Die Rede Putins reiht sich ein in eine wiederkehrende Narrative der russischen Außenpolitik seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs. Die Regierung in Moskau betont regelmäßig den angeblichen Wandel hin zu einer multipolaren Welt, in der nicht-westliche Mächte größeres Gewicht erlangen. Kritiker werfen Russland vor, mit dieser Rhetorik eigene geopolitische Interessen zu verschleiern und autoritäre Regime zu stärken.

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