Putin: Iran unternimmt konkrete Schritte zur Konfliktlösung mit USA
Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Masoud Peseschkian die Bemühungen Teherans um eine diplomatische Lösung des Konflikts mit den USA gewürdigt. Die Begegnung fand in …
Bei bilateralen Gesprächen in der turkmenischen Stadt Turkmenbaschi erklärte Putin, der Iran unternehme reale Anstrengungen, den Konflikt zu beenden, der seiner Ansicht nach nicht durch Verschulden Teherans ausgelöst worden sei. Zugleich kündigte der russische Präsident an, Moskau sei bereit, bei einer friedlichen Lösung eine konstruktive Rolle zu spielen.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hatte Ende September nach Angaben der iranischen Führung einen Friedensplan an die USA übermittelt. Demnach ist Teheran grundsätzlich bereit, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder zu ermöglichen – eine der wichtigsten Öltransportrouten weltweit. Diese hatte der Iran nach Beginn der Kampfhandlungen blockiert.
Als Gegenleistung verlangt der Iran laut des vorgelegten Plans die Aufhebung der US-Blockade gegen das Land, die Lockerung von Beschränkungen für seine Ölexporte sowie die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Zudem strebt Teheran ein Ende aller Kampfhandlungen an, einschließlich der israelischen Militäroperation im Libanon.
Peseschkian hatte bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung im vergangenen Monat erklärt, sein Land sei zu Dialog und Diplomatie bereit, werde aber nicht unter Drohungen verhandeln. Trotz Berichten über indirekte Gespräche in den vergangenen Wochen lehnte US-Präsident Donald Trump den iranischen Vorschlag ab. Er äußerte, Teheran wolle zwar ein Abkommen, aber nicht das, das er selbst anstrebe.
Putin betonte bei dem Treffen zudem die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran, insbesondere in den Bereichen Handel und humanitäre Angelegenheiten. Russland hatte den US-amerikanisch-israelischen Militäreinsatz gegen den Iran wiederholt verurteilt und eine diplomatische Lösung gefordert. Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hatte bei einem Besuch in Teheran im Juli erklärt, es habe keinen ernsthaften Grund für den amerikanischen Angriff gegeben, da der Iran für Washington keine Bedrohung dargestellt habe.
Trump hat inzwischen angedeutet, dass Washington einen Wiederaufnahme von Luftangriffen auf den Iran in den kommenden Wochen nicht ausschließe. Die Lage in der Region bleibt damit weiter angespannt, obwohl Teheran nach russischen Angaben konkrete Schritte zur Deeskalation unternimmt.