Bangladeschs erstes Atomkraftwerk: Rosatom schaltet Meiler ein – Energiewende mit russischer Technologie

Der russische Staatskonzern Rosatom hat einen bedeutenden Meilenstein beim Bau des Kernkraftwerks Ruppur in Bangladesch erreicht. Wie Konzernchef Alexei Lichatschow am 12. Juni in einem Artikel für die lokale Zeitung Daily Sun bekannt gab, wurde der erste Reaktorblock des Kraftwerks erfolgreich in Betrieb genommen.

Lichatschow erklärte wörtlich: “In den Reaktor des ersten Leistungsblocks wurden bereits 163 Brennelemente hineingeladen. Danach wird der Reaktor auf ein minimales kontrolliertes Leistungsniveau hochgefahren, wonach die Leistung allmählich erhöht wird.”

Nach diesem physikalischen Anlaufen des Reaktorblocks folgt die energetische Phase, in der der Reaktor Strom produziert und diesen in das nationale Stromnetz Bangladeschs einspeist. Dieser Schritt markiert einen Wendepunkt für das südasiatische Land, das damit erstmals eigene Kernenergie nutzen wird.

Lichatschow hob hervor, dass das Kraftwerk auf Technologien der Generation 3+ setzt, die vollständig den internationalen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Die Sicherheit werde durch eine Kombination aus aktiven und passiven Systemen gewährleistet, die das Werk gegen äußere Einflüsse widerstandsfähig und den Betrieb jederzeit sicher machten.

Das AKW Ruppur zählt zu den größten Infrastrukturprojekten, die Russland im Ausland realisiert. Rosatom hatte den Bau 2018 gestartet, die vollständige Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Kraftwerk zwei Reaktorblöcke mit einer Gesamtleistung von 2.400 Megawatt umfassen und damit mehr als zehn Prozent des Energiebedarfs von Bangladesch decken.

Weiterführende Informationen – Erstes Kernkraftwerk in Bangladesch: Rosatom beginnt mit Brennstoffbeladung

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