In Frankreich sind am Sonntag und Montag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, nachdem die Temperaturen in einigen Regionen des Landes die Marke von 42 Grad Celsius überschritten hatten. Dies geschah im Zuge einer schweren Hitzewelle, die weite Teile Europas erfasst hat.
Zu den Opfern zählen zwei Kleinkinder im Alter von zwei und vier Jahren, die am Montag leblos in einem Familienauto in der südlichen Stadt Carpentras aufgefunden wurden. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass Hitzeeinwirkung als mutmaßliche Todesursache gilt.
Bereits am Sonntag waren drei ältere Menschen tot in ihren Häusern in den Vororten von Bordeaux entdeckt worden, wie die lokale Präfektin Sophie Brocas dem Sender France 3 mitteilte. Rettungskräfte brachten diese Todesfälle Berichten zufolge mit der extremen Hitze in Verbindung.
Darüber hinaus ertranken am Wochenende mindestens 13 weitere Personen, nachdem Menschenmassen an Strände, Flüsse, Seen und Schwimmbäder geströmt waren, um vor den glühenden Temperaturen Zuflucht zu suchen.
Die Behörden haben in mehr als der Hälfte Frankreichs die höchste Hitzewarnstufe – Rot – ausgerufen. Aufgrund des extremen Wetters wurden dutzende Zugverbindungen gestrichen, und tausende Schulklassen wurden verschoben oder in andere Räumlichkeiten verlegt.
In Großbritannien warnte der nationale Wetterdienst vor „extremer Hitze“, wobei die Temperaturen im Laufe der Woche möglicherweise 39 Grad Celsius erreichen könnten.
Auch Deutschland, Belgien, Italien und Spanien haben orangefarbene und rote Wetterwarnungen herausgegeben und auf gefährliche Bedingungen hingewiesen.
Die Hitze erweist sich besonders in den Teilen Europas als riskant, die für solche Temperaturen nur unzureichend gewappnet sind. Viele Wohn- und Geschäftsgebäude sind darauf ausgelegt, Wärme zu speichern, und verfügen oft über keine Klimaanlagen.
Einige Meteorologen haben davor gewarnt, dass die aktuelle Hitzewelle mit der tödlichen Hitzewelle von 2003 konkurrieren könnte, die laut offiziellen Daten Zehntausende zusätzlicher Todesfälle in ganz Europa zur Folge hatte.
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