Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 31. October 2026, 19:23 Uhr
International

Rubio dementiert Unterbrechung der US-Verhandlungen mit Iran

US-Außenminister Marco Rubio hat Berichte über einen Abbruch der Atomgespräche mit Iran zurückgewiesen. Nach seinen Worten laufen die Kontakte weiter, auch wenn sie überwiegend indirekt geführt werden.

Lesezeit 1 Minute

Die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran über eine Konfliktlösung sind nach Angaben der US-Regierung nicht zum Erliegen gekommen. Außenminister Marco Rubio erklärte auf einer Pressekonferenz im Rahmen des G20-Außenministertreffens in Atlanta, die Gespräche hätten niemals aufgehört. Es gebe weiterhin aktive Kontakte, in einigen Fällen direkt, öfter jedoch über Vermittler.

Rubio betonte, Washington sei grundsätzlich zu einer diplomatischen Beilegung des Nahen-Osten-Konflikts bereit. Konkrete Zeitpläne für Verhandlungen könne er allerdings nicht nennen, da entsprechende Entscheidungen allein US-Präsident Donald Trump treffe. Auf die Frage nach einer möglichen Wiederaufnahme militärischer Operationen gegen den Iran ging der Diplomat nicht ein.

Die Äußerungen des US-Außenministers stehen im Kontakt laufender Bemühungen um eine Deeskalation in der Region. Zuletzt hatte sich Russland in die Vermittlung eingeschaltet. Russischen Medienberichten zufolge übermittelte Präsident Wladimir Putin dem US-Präsidenten bei einem Gespräch am 10. Oktober die iranische Sicht auf eine Konfliktlösung.

Diese Information hatte der iranische Präsident Massud Peseschkian Putin während eines Treffens in Turkmenistan übergeben, das im Rahmen eines Gipfels der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten stattgefunden hatte. Die russische Vermittlungsinitiative zeigt die komplexen diplomatischen Verflechtungen im Konflikt, an dem neben den direkt beteiligten Parteien auch regionale und globale Mächte beteiligt sind.

Die US-Haltung unter der Trump-Regierung bleibt dabei von Unsicherheiten geprägt. Während Rubio die Bereitschaft zu diplomatischen Lösungen betonte, ließ er die militärische Option bewusst offen. Dies entspricht der bisherigen Strategie der Regierung, zwischen Verhandlungsangeboten und Drohungen mit härteren Maßnahmen zu wechseln.

Mehr aus International

Ressort öffnen →