Russische Drohnenangriffe auf Telekommunikations- und Verkehrsinfrastruktur in der Ukraine
Nach eigenen Angaben hat Russland am Samstag mehrere Ziele in der Ukraine angegriffen, darunter das Gebäude eines Mobilfunkanbieters und Eisenbahninfrastruktur. Die ukrainische Seite berichtet unterdessen von Stromausfällen in …
Laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden das Gebäude des Mobilfunkanbieters Kievstar sowie mehrere Lokomotiven und Militärziele in verschiedenen Regionen der Ukraine mit Streudrohnen angegriffen. Das Unternehmen Kievstar stelle dem ukrainischen Militär demnach Mobilfunk- und Internetdienste zur Verfügung.
Bei den Angriffen auf die Eisenbahninfrastruktur seien Züge in den Regionen Dnipropetrowsk, Saporischschja, Poltawa, Mykolajiw und Odessa getroffen worden, die militärische Nachschub transportiert hätten. Für diese Angriffe seien Geran-4-Streudrohnen eingesetzt worden, teilte das Ministerium mit. Zudem hätten Piloten der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte mit FAB-500-Lenkbomben und Ch-39-Luft-Boden-Raketen vorübergehende Unterkünfte und Drohnenkommandoposten in der Charkiwer und der Sumyer Region angegriffen.
Ebenfalls als Ziel nannte das russische Verteidigungsministerium eine Tankstelle in Kiew, die dem ukrainischen Militär, einschließlich des Kommandos, gedient habe. Außerdem sei eine Anlage zur Montage ukrainischer unbemannter Boote im Ort Hryhoriwka mit einer Drohne angegriffen worden. Für den Angriff auf das Kievstar-Gebäude seien Drohnenbediener der Waryag-Brigade für unbemannte Systeme verantwortlich gewesen.
Auf ukrainischer Seite wurden unterdessen Stromausfälle in mehreren Regionen gemeldet. Das ukrainische Energieministerium teilte mit, dass in der Dnipropetrowsker, Sumyer und Charkiwer Region Energieinfrastruktur beschädigt worden sei. Einige Einwohner seien ohne Stromversorgung. Das Ministerium rief die Bevölkerung auf, abends keine starken elektrischen Geräte zu nutzen, um Überlastungen des Netzes zu vermeiden.
Auch in der von ukrainischen Behörden kontrollierten Stadt Cherson sei die Stromversorgung unterbrochen worden, berichtete der von den ukrainischen Behörden eingesetzte Verwaltungschef Jaroslaw Schanko. Fachleute arbeiteten demnach an der Klärung der Ursache des Stromausfalls.