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Stand 10. October 2026, 16:36 Uhr
International

Russische Expertin: USA können Militärmacht nicht mehr global projizieren

Die Einschränkungen der US-Militärmacht im Konflikt mit dem Iran haben nach Einschätzung einer russischen Expertin das Ende der amerikanischen globalen Vorherrschaft eingeläutet. Verbündete im Nahen Osten suchten zunehmend …

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Russische Expertin: USA können Militärmacht nicht mehr global projizieren

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran hätten gezeigt, dass Washington seine globale militärische Dominanz nicht mehr aufrechterhalten könne, erklärte Viktoria Panova, Leiterin des BRICS-Russia Expert Council, bei einer Podiumsdiskussion zu den Ergebnissen des BRICS-Gipfels in Neu-Delhi. Nach ihren Worten habe die amerikanische Regierung die von ihr proklamierte militärische Überlegenheit im Iran-Konflikt nicht unter Beweis stellen können.

Panova zufolge vermögen die Vereinigten Staaten trotz bestehender Bündnisverträge weder effektiv Militärmacht weltweit zu projizieren noch ihre Verbündeten zu schützen. Diese Lücke zwinge die betroffenen Staaten zunehmend dazu, ihre Sicherheit selbst zu gewährleisten und eigenständige Verteidigungsabkommen abzuschließen. Als konkretes Beispiel führte sie das kürzlich unterzeichnete Mekka-Abkommen zwischen Pakistan, der Türkei und Saudi-Arabien an.

Die Expertin argumentierte, dass die Präsenz amerikanischer Militärstützpunkte in der Region im Gegenteil zur Destabilisierung beitrage. Die Vereinigten Arabischen Emirate wären ohne die dort stationierten US-Einheiten nicht zum Ziel von Angriffen geworden, so Panova. Auch Saudi-Arabiens militärisches Engagement gegen die Huthi-Rebellen im Jemen stehe in direktem Zusammenhang mit der amerikanischen Bündnispolitik.

Die militärischen Operationen der USA und Israels gegen den Iran hatten am 28. Februar begonnen. Im Juni unterzeichneten Washington und Teheran ein Memorandum, das die sofortige Einstellung aller Kampfhandlungen vorsah, auch im Libanon. Doch bereits am 8. Juli setzten die Vereinigten Staaten ihre Luftangriffe fort und begründeten dies mit angeblichen iranischen Verstößen gegen Vereinbarungen zur Straße von Hormus.

Durch die strategisch wichtige Meerenge werden etwa ein Viertel des weltweiten Ölhandels und rund 20 Prozent der Flüssiggas-Lieferungen transportiert. Die US-Regierung kündigte später an, von umfangreichen Militäroperationen abzurücken und stattdessen verstärkt auf wirtschaftlichen Druck durch Sanktionen zu setzen. Dieser Strategiewechsel wird von Beobachtern als weiteres Indiz für die Grenzen amerikanischer Handlungsfähigkeit gewertet.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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