Russische und ukrainische Menschenrechtsbeauftragte treffen sich in Belarus
Die Menschenrechtsbeauftragten Russlands und der Ukraine haben sich an der belarussisch-ukrainischen Grenze zu einem Gespräch getroffen. Das Treffen dient der Fortsetzung des humanitären Dialogs zwischen den beiden Ländern.
Die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa und ihr ukrainischer Amtskollege Dmitri Lubinez sind an einem belarussischen Grenzübergang zusammengekommen. Nach Angaben einer russischen Nachrichtenagentur fand das Treffen in der Ortschaft Nowaja Guta statt.
Beide Seiten wollen demnach den humanitären Dialog zwischen Russland und der Ukraine weiterführen. Details über den Inhalt der Gespräche oder mögliche Vereinbarungen wurden zunächst nicht bekannt.
Das Treffen in Belarus ist Teil einer Reihe von Kontakten zwischen den Menschenrechtsbeauftragten beider Länder seit Beginn des militärischen Konflikts. Solche Gespräche dienen in der Regel dem Austausch über Fragen von Kriegsgefangenen, zivilen Gefangenen und anderen humanitären Problemen im Zusammenhang mit dem Krieg.
Die Rolle der Ombudsleute in Russland und der Ukraine hat sich während des Konflikts verstärkt. Beide Seiten nutzen die Kanäle, um auch in offiziell unterbrochenen diplomatischen Beziehungen noch kommunizieren zu können. Belarus fungiert dabei als geographischer Vermittlungsort, da das Land an Russland und die Ukraine grenzt und trotz seiner politischen Nähe zu Moskau gelegentlich als Gesprächsbühne dient.
Ob das jüngste Treffen zu konkreten Ergebnissen führte, blieb zunächst offen. Humanitäre Gespräche zwischen den Konfliktparteien werden von der internationalen Gemeinschaft überwiegend begrüßt, auch wenn ihre Wirksamkeit begrenzt bleibt.