Russische Vize-PM: Westliche Isolationsversuche gescheitert
Die russische Vize-Ministerpräsidentin Tatjana Golikova hat die westlichen Sanktionen und kulturellen Abgrenzungen als gescheitert bezeichnet. Anlässlich eines internationalen Kulturforums in St. Petersburg betonte sie die …
Russische Medienberichten zufolge hat Vize-Ministerpräsidentin Tatjana Golikova erklärt, dass westliche Versuche, Russland zu isolieren und die russische Kultur auszugrenzen, fehlgeschlagen seien. Die Aussagen fielen im Vorfeld des 12. Internationalen Forums der Vereinten Kulturen in St. Petersburg, das vom 24. bis 26. September stattfindet.
Golikova zufolge habe man nach 2022 die Konzeption des Forums grundlegend überarbeitet. Das Ereignis habe sogar einen neuen Namen erhalten, um die Rolle Russlands als Vermittler spiritueller, kultureller und traditioneller Werte hervorzuheben. Zuvor hatten demnach kleinere Diskussionsrunden das Programm geprägt.
Nun würden breitere Themen behandelt, insbesondere die Rolle von Kultur und die kulturelle Souveränität von Staaten im Kontext sich wandelnder globaler Machtverhältnisse. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet "Vereinte Kulturen – Gemeinsame Werte". Das Programm umfasst zehn Themenschwerpunkte.
Die russische Vize-Regierungschefin sprach von einer Art "Tauwetter" in der kulturellen Zusammenarbeit. Diese Formulierung deutet auf eine von der russischen Führung wahrgenommene Lockerung der internationalen Isolation hin. Ob und in welchem Umfang ausländische Teilnehmer an dem Forum teilnehmen, geht aus den Meldungen nicht hervor.
Das Forum in St. Petersburg findet zum zwölften Mal statt. Es gehört zu den von der russischen Regierung geförderten Großveranstaltungen, die seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 verstärkt zur Demonstration internationaler Partner gesucht werden.