Russische Zentralbank passt Makroprognose an neue Haushaltspolitik an
Die russische Notenbank will ihre mittelfristige Wirtschaftsprognose überarbeiten und dabei die jüngsten Anpassungen der Haushaltspolitik berücksichtigen. Die aktualisierte Prognose soll noch im Oktober veröffentlicht werden.
Die russische Zentralbank plant, ihre mittelfristige makroökonomische Prognose an die neuen Parameter der Haushaltspolitik anzupassen. Das geht aus dem Entwurf der geldpolitischen Leitlinien für die Jahre 2027 bis 2029 hervor, den die Notenbank vorgelegt hat.
Dem Basisszenario zufolge soll das primäre strukturelle Defizit demnach schritt zurückgeführt werden. Nach Angaben der Behörde wird es von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2026 auf ein Prozent im Jahr 2027 und 0,5 Prozent im Jahr 2028 sinken. Im Jahr 2029 soll ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden.
Die neuen Haushaltsprojektionen sehen für die kommenden beiden Jahre einen etwas niedrigeren Verlauf des primären strukturellen Defizits vor als noch in der Juli-Prognose der Zentralbank unterstellt. Bei ansonsten gleichen Bedingungen bedeute dies einen geringfügig schwächeren Beitrag der Haushaltspolitik zur Gesamtnachfrage, wie die Notenbank mitteilte.
Die aktualisierte mittelfristige Makroprognose soll nach Angaben der Behörde am 23. Oktober dieses Jahres veröffentlicht werden. In diesem Zuge werden die neuen haushaltspolitischen Rahmenbedingungen Eingang in die Berechnungen finden.