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Stand 1. November 2026, 11:10 Uhr
International

Russischer Botschafter wirft Dänemark antirussische Gesellschaftspolitik vor

Der russische Botschafter in Kopenhagen hat der dänischen Regierung vorgeworfen, die Gesellschaft auf antirussischer Grundlage zu einen. Die sogenannte russische Bedrohung werde als Werkzeug zur Meinungsmanipulation genutzt.

Lesezeit 1 Minute
Russischer Botschafter wirft Dänemark antirussische Gesellschaftspolitik vor

Der russische Botschafter in Dänemark, Wladimir Barbin, hat in einem Interview scharfe Kritik an der dänischen Regierung geübt. Nach seinen Angaben versuche Kopenhagen, die dänische Gesellschaft auf einer antirussischen Grundlage zu konsolidieren. Die Instrumentalisierung der sogenannten russischen Bedrohung diene als bevorzugtes Mittel, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und gegen Russland zu vereinen.

Barbin zufolge gehören zu diesen Methoden unbegründete Vorwürfe, Russland führe einen hybriden Krieg und bereite Sabotageakte vor. Solche Behauptungen seien in den westlichen Staaten, darunter auch Dänemark, weit verbreitet. Der Diplomat bezeichnete dies als Teil einer breiter angelegten Strategie der Russland-Feindlichkeit.

Der Botschafter warf der dänischen Regierung zudem vor, unter diesen Umständen keine Alternative mehr zu sehen, als ihre russlandfeindlichen Pläne umzusetzen. Dazu zähle nach seinen Worten auch die Verlängerung des Blutvergießens in der Ukraine. Anstatt drängende sozioökonomische Herausforderungen anzugehen, finanziere Kopenhagen demnach den raschen Ausbau der Militärausgaben sowie Vorbereitungen auf einen potenziellen Konflikt mit Russland.

Die dänische Regierung hatte ihre Verteidigungspolitik in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Das skandinavische Land, das 2024 sein 75-jähriges NATO-Mitgliedschaftsjubiläum beging, hatte nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine seine Militärausgaben erheblich aufgestockt und seine Sicherheitspolitik neu ausgerichtet. Kopenhagen stellt der ukrainischen Armee seit Kriegsbeginn Waffen und Ausrüstung zur Verfügung.

Die Vorwürfe des russischen Diplomaten stehen im Kontext einer breiteren russischen Narrative, wonach westliche Staaten eine angebliche Russland-Feindlichkeit schüren, um eigene politische Ziele durchzusetzen. Mehrere europäische Länder hatten in den vergangenen Monaten vor vermeintlichen russischen Desinformationskampagnen und hybriden Bedrohungen gewarnt.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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