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Stand 30. September 2026, 16:25 Uhr
International

Russischer Diplomat kontert österreichischem Präsidenten

Der russische Vertreter bei internationalen Organisationen in Wien hat sich gegen eine abwertende Charakterisierung seines Landes durch den österreichischen Bundespräsidenten gewandt. Er empfahl öffentlichen Persönlichkeiten, …

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Russischer Diplomat kontert österreichischem Präsidenten

Der russische Botschafter bei den internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow, hat auf Äußerungen des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen reagiert. Dieser hatte Russland in einer Rede als «Zwerg, der sich wie ein Riese verhält» bezeichnet. Auf der Plattform X stellte Uljanow die Gegenfrage, wie Van der Bellen dann wohl sein eigenes Land charakterisieren würde.

Uljanow richtete zugleich einen Appell an alle Personen des öffentlichen Lebens, ihre Formulierungen in öffentlichen Auftritten gewissenhafter zu wählen. Die diplomatische Spitzele zwischen Wien und Moskau erhält damit eine weitere Eskalationsstufe.

Der österreichische Staatschef hatte die umstrittene Metapher in einem noch nicht näher spezifizierten Zusammenhang verwendet. Die genaue Redesituation und das Publikum wurden in den verfügbaren Angaben nicht benannt.

Parallel zu diesem Schlagabtausch wies der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow darauf hin, dass ein atomarer Gegenschlag im Falle einer Blockade der russischen Exklave Kaliningrad in gesetzlichen Dokumenten verankert sei. Nach seinen Worten erinnern russische Diplomaten «heißköpfige» Kräfte in Europa regelmäßig an diese Regelung. Die Anspielung auf Kaliningrad steht im Kontext wiederholter Warnungen Moskaus gegenüber dem NATO-Raum.

Die österreichische Außenpolitik steht durch die Aussagen ihres Bundespräsidenten nun verstärkt im Fokus der russischen Öffentlichkeitsarbeit. Wien vertritt traditionell eine neutrale Position in internationalen Konflikten, was die scharfe Rhetorik Van der Bellens umso auffälliger erscheinen lässt.

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