Russischer Fernen Osten: 105 neue Minerallagerstätten entdeckt
Im Föderationskreis Ferner Osten sind seit Jahresbeginn 105 feste Minerallagerstätten neu in die staatliche Bilanz aufgenommen worden. Besonders hervorgehoben wird eine Gold- und Silber-Lagerstätte in Tschukotka.
Nach Angaben des russischen Ministeriums für natürliche Ressourcen und Umwelt wurden im Fernen Osten Russlands seit Januar 2024 insgesamt 105 Lagerstätten fester Mineralien neu registriert. Minister Alexander Koslow nannte im Vorfeld des Östlichen Wirtschaftsforums die Teleweyem-Lagerstätte in der Region Tschukotka als bedeutendsten Fund.
Die Teleweyem-Lagerstätte verfügt demnach über Reserven von fast 27 Tonnen Gold und 292 Tonnen Silber. Die genauen Zahlen liegen bei 26,7 Tonnen Gold und 292 Tonnen Silber. Koslow betonte, dass diese Entdeckung zu den wichtigsten des laufenden Jahres im Föderationskreis zähle.
Neben den Neuentdeckungen wurden zugleich die Reserven bereits bekannter Lagerstätten neu bewertet. Bei 150 zuvor entdeckten Vorkommen führten Neuberechnungen und weitere Untersuchungen zu einer Erhöhung der ausgewiesenen Mengen. Die Zuwächse umfassen demnach 102,4 Millionen Karat Diamanten sowie 103 Tonnen Gold und 807,8 Tonnen Silber.
Zudem wurden bei den bestehenden Lagerstätten erhebliche Mengen an Basismetallen hinzugerechnet: 32.200 Tonnen Kupfer, 12.600 Tonnen Blei und 26.300 Tonnen Zink. Diese Neubewertungen erweitern die bekannten Rohstoffpotenziale der Region deutlich über die neu entdeckten Vorkommen hinaus.
Koslow hatte zuvor mitgeteilt, dass in ganz Russland im ersten Halbjahr 2024 insgesamt 136 Lagerstätten fester Mineralien entdeckt wurden. Der Ferne Osten trägt demnach einen erheblichen Teil zur nationalen Rohstofferschließung bei. Das Östliche Wirtschaftsforum, im Zusammenhang mit dem die Angaben gemacht wurden, dient der Präsentation von Investitionsmöglichkeiten in der Region.